Früherkennung von Typ-1-Diabetes - Interview mit Prof. Dr. Peter Achenbach
Show notes
Typ-1-Diabetes (T1D) – eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, an der ebenso Erwachsene erkranken können. Viele wissen nicht: Mit einem Früherkennungstest lässt sich T1D schon vor dem Auftritt von Symptomen erkennen. Prof. Dr. Peter Achenbach, Stellvertretender Direktor des Instituts für Diabetesforschung am Helmholtz Munich und Leiter des Studienzentrums für Diabetes bei Kindern, erklärt alles Wichtige zum Thema. Was ist T1D genau und wie entsteht es? Welche Stadien gibt es – und warum ist Früherkennung ein Game-Changer? Wie funktioniert der einfache Bluttest auf Autoantikörper? Wer sollte in welchem Alter getestet werden? Was bedeutet ein positives Ergebnis und wie sieht die Betreuung aus? Warum sinkt das Risiko für eine lebensbedrohliche diabetische Ketoazidose (DKA)? Diese und viele weitere wichtige Fragen besprechen wir in dieser Episode. Hinweis: Die Inhalte dieser Podcast-Episode dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung oder Diagnose. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt. Mehr Infos zur Früherkennung bei T1D findest du auch auf der Webseite „T1D Schritt voraus“. Informationen zur Teilnahme an der Fr1da-Studie finden Interessierte und Kinder- und Jugendarztpraxen auf der Fr1da-Website. ANZEIGE: Diese Podcast-Episode ist mit freundlicher Unterstützung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH entstanden. MAT-DE-2601822-1.0-06/2026
Show transcript
00:00:23: So, hallo und herzlich
00:00:24: willkommen
00:00:24: zu einer neuen Folge von Handfußmund.
00:00:26: Dem Podcast über Kinder- und Jugendmedizin ist.
00:00:29: begrüßen euch wie immer eure beiden Hauses an den Mikrofonen.
00:00:32: mein Name ist Nibras Nami meiner Seite der liebe Florian Barbour.
00:00:36: Hallo lieber Florian Schön, dass du da bist.
00:00:40: Schön das wir wieder einmal sprechen über ein wichtiges Thema der Kindergesundheit.
00:00:45: Wer hier schon länger zuhört, der weiß Wir sind ja beide Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin Und arbeiten als Oberärztin in der Kinderklinik und sprechen hier regelmäßig über wichtige Themen auch nicht immer alleine am Mikrofon, sondern haben auch immer wieder spannende tolle Interviewgäste eingeladen.
00:01:04: und so ist das auch heute.
00:01:06: Denn heute widmen wir uns einem Thema, dass ganz wichtig ist.
00:01:09: es geht um eine der häufigsten chronischen Erkrankungen Kindes- und Jugendalter nämlich den
00:01:14: Typ
00:01:14: I Diabetes.
00:01:15: Und warum ist dieses Thema heute auf unserer Agenda?
00:01:19: Es gibt etwas was nicht viele oder nicht alle wissen denn zum Typ I Tier gibt Zum Typ-I Diabetes gibt es auch Früherkennungstests, wodurch sich die Erkrankungen schon zeigen kann bevor erst Symptome auftreten.
00:01:37: Das bringt viele Vorteile mit sich und das ist ein Thema was sich immer weiterentwickelt Kinder und Jugendliche natürlich betrifft.
00:01:49: Und darüber wollen wir heute mit unserem Interview-Gast sprechen, deswegen freue ich mich das Herr Prof.
00:01:55: Peter Achenbach mitten in der Leitung ist!
00:01:57: Hallo Herr Achenbach?
00:01:59: Ja hallo!
00:02:01: Ich freue mich sehr dass wir Sie gewinnen konnten für das Interview denn Sie kennen sich mit diesem Thema tatsächlich wirklich gut aus.
00:02:08: vielleicht können sie sich den Hörern und Hörer nochmal ganz kurz vorstellen und noch mal kurz erklären Wie ist eben dazu kommt, dass Sie zu diesem Thema so viel wissen?
00:02:17: Also mein Name ist Peter Achenbach.
00:02:19: Ich bin der stefferdrinde Direktor am Institut für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum in München.
00:02:26: ich bin Arzt und habe jahrelang in der inneren Medizin gearbeitet.
00:02:31: Bin aber jetzt in der klinischen Forschung tätig schon seit mehreren Jahren Und ich beschäftige mich mit speziell dem Thema Typ-I Diabetes schon jetzt schon annähernd, dreißig Jahre.
00:02:44: Das begann schon mit meiner Doktorarbeit zu diesem Thema.
00:02:48: und da ist die Frage wie entsteht die Erkrankung?
00:02:52: Wie kann man sie erkennen und was kann man möglicherweise tun um die Erkrankungen irgendwann auch mal zu verhindern damit man eine Welt ohne Typ- I Diabetes schaffen kann?
00:03:05: Ja Wer so viel Erfahrung mit diesem Thema hat, der ist natürlich genau in der richtigen Stelle, um mit uns darüber zu sprechen.
00:03:14: Vielleicht können wir da mal ganz allgemein in das Thema erst einmal einsteigen und vielleicht können Sie uns kurz noch mal daran erinnern was eigentlich Typ I Diabetes ist und wie diese Erkrankung entsteht.
00:03:27: Typ I-Diabetes ist primär eine Autolmunerkrankung.
00:03:32: Das heißt wie bei anderen Autolmunerkrankungen ist das eigene Immunsystem fehlgeleitet und fängt an, Zellen im Körper zu zerstören.
00:03:42: Und in diesem Fall beim Typ I Diabetes sind das die Beta-Zellen in der Bauchspeicheltrüse, die das Hormon Insulin produzieren.
00:03:50: Wenn dieser Prozess gestartet ist und dann voranschreitet hat es zur Folge dass diese Insulin produzierenden Betazellen schrittweise zerstört werden weniger werden.
00:04:03: Die Menge an Betterzellen nimmt ab und somit auch die Menge an Insulin, die dem Körper zur Verfügung steht.
00:04:10: Und das Insulin als Hormon ist ein wichtiger Schlüssel für... den Körper, der sozusagen die Zellen aufschließen kann für das Blut oder für den Zucker, den wir über die Nahrung ins Blut aufnehmen und der dann zu den Zellen als Energiequelle gelangen muss.
00:04:28: Und dass Insulin ermöglicht also den Eintritt in die Körperzellen und verschafft dem Körper damit Energie.
00:04:35: Und wenn das Insulin also immer weniger wird, weil die Zellen, die das produzieren beim Typ-I Diabetes zerstört werden kommt es irgendwann an dem Punkt wo eben die Menge an Insulin nicht mehr ausreicht um genügend Zucker aus den Blutze entfernen und es kommt zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels.
00:04:55: Das ist dann der Moment wo auch die ersten Symptome auftreten nämlich dass ein starkes Durstgefühl entsteht dann ein starker Hamdrang, also häufiges Wasserlatten.
00:05:09: Dann fehlt im Körper die Energie.
00:05:11: Also ist auch eine Müdigkeit und Schwäche häufig.
00:05:14: Und bei Kindern vor allen Dingen hat man einen starken Gewichtsabnahme zu verzeichnen.
00:05:20: Also können auch noch andere Symptome mit auftreten.
00:05:23: aber alles das sind eigentlich so die typischen Zeichen der Erkrankung dass der Blutzucker nun zu hoch ist.
00:05:31: Aber Grund ist primär erst mal Autoimmunerkrankungen, die dazu geführt hat.
00:05:36: Und dieser Prozess der Entstehung vom Auftreten der Automunerkrankungen bis hin zu den typischen Symptomen des erhöhten Blutzuckers wo wir dann eben von Diabetes mellitus Typ eins sprechen kann individuell unterschiedlich lang sein.
00:05:55: Also das kann mitunter schon sehr schnell voranschreiten.
00:05:59: bei Kleinkindern hat man manchmal schon nach Wochen, Monaten schon die klinische Diabeteserkrankung dann präsent.
00:06:06: aber es kann tatsächlich auch Monate und Jahre manchmal sogar viele Jahre dauern bis es dann tatsächlich zu dem Punkt gekommen ist wo wir die ersten Symptome sehen.
00:06:16: also wichtig ist dass die Erkrankung nicht erst beginnt und präsent ist, wenn die Symptome da sind.
00:06:23: Sondern wir wissen heute – als Autoimmunerkrankungen ist schon viel früher da und wir können sie heute sehr gut erkennen.
00:06:31: Und wir können auch Maßnahmen dann treffen dafür sorggetragen, dass eben Personen mit dieser Autoimmuna-Krankung besser vorbereitet sind und Vorteile von dem Frühjahr kennen erhalten können.
00:06:46: Ja, vielen Dank für diese sehr anschauliche und absolut gut verständliche Einführung in dieses Thema des Typ I Diabetes.
00:06:55: Ich glaube das ist ja ein ganz wichtiger Punkt dass wir hier unsere Hörerinnen und Hörern gut abholen bei einem doch recht komplexen Thema wie Diabetes.
00:07:06: ich glaube in der Bevölkerung wird häufig auch Diabetes so ein bisschen heiß Sammelsurium gesehen, ohne dass man jetzt genau weiß was ist der Unterschied zwischen den einzelnen Formen oder auch wie Sie es jetzt gerade beschrieben haben wenn es um die Entstehung geht.
00:07:22: Und sie haben jetzt mehrere ganz interessante und ganz wichtige Aspekte schon angesprochen und angerissen.
00:07:29: das erste was mich jetzt interessieren würde, was aus ihrer Einführung hervorgegangen ist Das heißt es gibt ja offenbar Kinder da draußen denen man gar nicht anmerkt,
00:07:41: dass
00:07:41: sie vielleicht schon einen Typ-I Diabetes entwickeln und das die Familien noch gar ihnen noch gar nicht bewusst ist und sie noch gar keine Kenntnis davon haben.
00:07:54: Dass diese Erkrankung vorhanden ist aber noch keinerlei klinische Zeichen oder Symptome von sich gibt.
00:08:03: Ist das korrekt?
00:08:05: Das ist absolut korrekt.
00:08:06: Und das ist sogar eigentlich in der Mehrheit der Fälle so, dass eben die Personen, die bereits die Autoimmunerkrankung Typ I Diabetes haben nicht mal nur die, die sie gerade noch im Entwicklungsprozess haben also wo die Erkrankungen schon präsent sind, die haben halt noch keine Symptome.
00:08:24: und dann wissen auch die allermeisten Personen, Ich hab
00:08:35: im Kopf, dass es mittlerweile ... ich weiß gar nicht seit wann das offiziell so eingeführt ist.
00:08:40: Dass man auch von Stadien sprechen kann.
00:08:42: Ich meine mich nicht erinnern zu können im Studium, dass wir darüber Stadiensprachen.
00:08:47: Das war aber für mich noch mal etwas, wo ich gedacht habe, das macht's für mich leichter verständlich mit dem ... ja, zu verstehen wie die Krankheit voranschreitet.
00:08:56: Weil ich glaube, wir haben früher alle gelernt, irgendwann kommt die Symptome und dann hat man Typ I Diabetes.
00:09:04: Aber wenn wir das so in Stadien sehen
00:09:06: würden,
00:09:07: wo gehen denn überhaupt die Symptome erst los?
00:09:10: und wie kann man das vielleicht ein bisschen anschaulicher noch einteilen?
00:09:13: Also es ist noch relativ neu.
00:09:16: Man hat gesehen dass schon vor dem Ausbruch der klinischen Erkrankungen vor dem Auftreten der Symptomen im Blut bestimmte Immunmarker zu sehen sind, also sogenannte Autoantikörpe und die sind sehr spezifisch für die Entwicklung des Typ I Diabetes.
00:09:36: Man hat dann angefangen, eben diese Autoantikörper zu testen und zu beobachten.
00:09:41: Wie geht denn das weiter bei diesen Personen die die Autoantikkörper haben?
00:09:45: Und da hat man in Studien, die über zwanzig Jahre beobachtet haben wer bekommt denn die Erkrankung Typ eins Diabetes symptomatisch.
00:09:54: Hat man gesehen ab einem bestimmten Intensitätsgrad dieser Immunreaktion nämlich wenn zwei oder mehr von diesen Autoantikörpern im Blut präsent waren, dann haben über ein Zeitraum von zwanzig Jahren mehr oder weniger hundert Prozent der Personen auch tatsächlich die klinische Erkrankung Typ-I Diabetes Mitsymptom entwickelt.
00:10:16: Und das war der Punkt an dem man gesagt hat, wenn man diesen Punkt definieren kann über den Intensitätsgrad der Autonuhnreaktion Dann ist das schon Teil der Erkrankung, dann ist es nicht nur ein Risiko was vielleicht kommen und gehen kann sondern ab einem bestimmten Punkt gibt es kein Zurück mehr.
00:10:35: Dann wird die klinische Erkrankung auch kommen.
00:10:38: bei einigen geht das sehr schnell andere brauchen deutlich länger.
00:10:42: aber man hat dann gesagt letztendlich können wir diese Frühstadium jetzt genau definieren.
00:10:47: Und da hat man gesagt das Stadium I des Typ-I Diabetes ist ein Frühstadium, wo noch keine Symptome da sind.
00:10:56: Aber man hat diese intensive Immunreaktion die nachweislich im Blut zu sehen ist und der Blutzucker in diesem Moment ist auch in den Tests noch vollkommen normal.
00:11:08: Ein fortgeschrittenes Frühstadium hat man als Stadium II bezeichnet.
00:11:12: Da hat man immer noch die Autoantikörper im Blutt.
00:11:16: Man hat aber bereits einen auffälligen Blutzucker in Stimulationstests oder in dem Langzeitblutzuckerwert, HWNC-Wert und da spricht man von einer sogenannten Dysklychemie.
00:11:29: Und diese Kombination aus Autoantikörperpräsenz im Blut und dem auffällegen Blutzugger der aber noch nicht beim Tome verursacht per Definition den klinischen Typ-I Diabetes entspricht.
00:11:44: Diese Dysklüge Mie hat man als Frühstadium II, als fortgeschrittenes Frühstadium dann definiert.
00:11:50: und heute spricht man von der Klinischen Erkrankung Typ- I Diabetes Mitsymptomen vom Stadion III Und dann gibt es noch das Stadium IV.
00:12:00: Das ist letztendlich die Langzeiterkrankungen, die Langzeit Klinischererkrankungen Typ-I Diabetes, wo der Blutzucker entsprechend erhöht ist.
00:12:10: Das ist wirklich sehr neu.
00:12:12: noch und das muss ich jetzt auch in den Studien sozusagen bei Studenten durchsetzen, dass es immer mehr verbreitet wird und letztendlich bei Kollegen dann überall angekommen ist, dass wir hier nicht mehr über Risiko reden sondern über eine Erkrankung die bereits da ist und fortschreitet in der Endkonsequenz zu den klinischen Symptomen und der Insulinpflichtigkeit führen wird.
00:12:47: Ist das überhaupt nötig?
00:12:51: Jeder Diabetes Typ eins fällt irgendwann auf.
00:12:55: Wir alle kennen die Kinder, die dann zu uns kommen in die Notfallambulanz und mit den Symptomen, die gar niemand mehr übersehen kann.
00:13:05: Ist es nicht egal ob sie jetzt ein paar Monate vorher durch die Früherkennung oder dann eben wirklich akuten Fall auffallen und diagnostiziert werden?
00:13:16: Ja, Sie haben recht.
00:13:17: Das ist der Normalfall, dass man den Typ-I Diabetes erst dann diagnostiziert und dann auch beginnt zu behandeln wenn die Symptome schon nicht mehr zu übersehen sind.
00:13:28: das ist der Schritt wo man zum Arzt geht.
00:13:33: Es ist halt so, dass gerade bei Kindern aber auch bei Erwachsenen es häufig der Fall ist, dass diese Symptomen verkannt werden Also wenn man stark ein Durst hat oder häufig aufs Klo muss, um Wasser zu lassen.
00:13:48: Oder Gewichtsabnahme sogar, oder Müdigkeit.
00:13:51: Das sind Symptome.
00:13:52: die kann man auch mit anderen Zuständen und Erkrankungen in Verbindung bringen Und sie führen in der Mehrheit der Fälle nicht dazu dass man sofort daran denkt oh das könnte jetzt Type I Diabetes sein!
00:14:04: Eine Ursache ist sicherlich deshalb dass etwa neunzig Prozent der Personen, die den Typ eins Diabetes Klinik entwickeln haben noch niemand in der näheren Verwandtschaft, der bereits diese Erkrankung hat.
00:14:19: Und deswegen sind die Symptome auch nicht sofort zuzuordnen von den Familien und wenn man sie dann bemerkt, dann bestimmt auch häufiger das Gefühl, dass man kann auch übermorgen noch zum Arzt gehen oder nächste Woche.
00:14:36: Man verkennt die Symptome und handelt zu spät.
00:14:39: Und gerade bei kleinen Kindern kann mit unter ein oder zwei Tage schon den Unterschied ausmachen, dass man in eine Notsituation kommt – die Ketoacydose also die Übersäuerung des Blutes wo eben der Körper dann entsprechend reagiert auf diesen Zuckermangel, er verbrennt dann Fett und das Blut wird sauer.
00:15:01: Und das kann wenn es nicht behandelt wird und viel zu spät erkannt wird letztendlich im Koma enden.
00:15:09: ja aber auch wenn die Ketoacidose nicht im Komas endet schädigt sie dennoch schon den Körper.
00:15:16: Also es ist bekannt, dass das Gehirn zum Beispiel geschädigt wird durch Ketoazidose.
00:15:22: dann ist es eine sehr traumatische Situation für den Betroffenen, für das Kind oder der Erwachsenen und auch für die Familie.
00:15:31: ein plötzlicher akuter Notfallzustand ist der Eintritt in eine chronische Erkrankung, die man dann das ganze Leben lang weiter hat.
00:15:43: Ein Typ I Diabetes bedeutet, dass man insulinflüchtig ist.
00:15:47: Man muss Insulin durch Therapie ersetzen weil der Körper es ja nicht mehr hat und da spielt schon eine gewisse Rolle wie viel Restfunktion der Körper hat in dem Moment wo man insulinpflichtig wird.
00:16:01: also wenn man früh die Erkrankung erkennt dann kann man solche schweren Zustände wie Ketoazidose vermeiden der Zellen und möglicherweise hier dann auch ein Langzeiteffekt, dass man eine bessere Einstellung des Blutzuckers dadurch hat.
00:16:23: Dass man keine Keto-Azidose zu Beginn der Erkrankung hat.
00:16:26: Da gibt es klinische Studien die das im Langzeitverlauf zeigen konnten.
00:16:31: Und ganz wichtig ist zu sagen, dass in Deutschland die Häufigkeit von Keto Azidose bei Ausbruch der klinischen Erkrankung Typ I Diabetes bei über zwanzig Prozent bis dreißig Prozent besteht.
00:16:45: Also etwa ein Drittel, was der Person mit Typ-I Diabetes erleben den Beginn ihrer Klinischen Erkrankung in der Ketoazidose.
00:16:54: und das kann man heute durch Frühjahrkennung, durch Schulungen und Monitorierungen eigentlich vollständig vermeiden wenn wir letztendlich das Frühjahkennungssystem entsprechend entwickeln.
00:17:08: Ich finde im Zusammenhang mit der Früherkennung ja diesen Ausdruck der weichen Landungen in der Erkrankung irgendwie sehr anschaulich.
00:17:17: Also wenn man sich vorstellt, die Keto-Azidose das ist dann doch eher die Notlandung mit Halbabsturz je nachdem wie schwer sie verläuft und wenn man eben die Zeit hat Diagnose, was sie bedeutet.
00:17:32: Worauf man achten muss auch die Frühsymptome dann da die Sinne geschärft werden dass man dann eben weicher landet und diesen Absturz nach Möglichkeit vermeidet.
00:17:44: Das finde ich ist, wie Sie jetzt auch gerade ausgedrückt haben im Bezug auf Langzeitfolgen etwas sehr wertvolles.
00:17:52: Vielleicht können wir abbiegen zu ein paar Details zur Früherkennungstests.
00:17:57: Können Sie uns vielleicht mal erklären, wie das ganz genau funktioniert?
00:18:01: Die Eltern, die hier zuhören wollen ja bestimmt jetzt genau wissen was das eigentlich für das Kind bedeutet.
00:18:07: Wie kann man das denn testen?
00:18:09: Also was man braucht
00:18:10: ist
00:18:10: für diesen Test etwas Blut.
00:18:13: Das muss eine kleine Menge Blut sein, wir führen Studien durch jetzt schon seit über zehn Jahren.
00:18:20: da benutzen wir in den allermeisten Fällen Kapilarblut.
00:18:24: das heißt man gibt einen kleinen Peaks in den Finger und mit wenigen Blutstropfen ist man heute in der Lage diese Autoantikörper im Blut nachweisen zu können.
00:18:36: und also das wäre sozusagen der erste Schritt dass zum Arzt geht, sich erkundigt ob dieser Frühjahrkennungstest möglich ist und dann wird entsprechend heute noch im Rahmen der Studie ein bisschen Blut abgenommen.
00:18:52: Das wird dann einen Zentralabor geschickt und es werden in Blut diese Autoantikörper bestimmt.
00:19:00: bei den aller allermeisten Personen werden keine Autoantikörper gefunden und wenn man aber einen positiven befunden im Blut findet, dann wird nach einer zweiten Blutprobe gefragt die eben noch mal unabhängig untersucht wird ob sich dieser Befund denn auch bestätigt.
00:19:21: Also es ist ein wichtiger Schritt dass man hier auf der sicheren Seite ist.
00:19:26: verschiedene Tests wenden wir an die unabhängige voneinander die Autoantikörper untersuchen und sie müssen Beide Tests positiv sein.
00:19:35: und wenn wir dann gesichert diesen Intensitätsgrad wiederfinden, dann ist für uns auch klar diese Person da liegt tatsächlich schon ein Frühstadium des Typ-I Diabetes vor.
00:19:48: Dann wird der Arzt informiert darüber bei dem die Frühtersuchung durchgeführt wurde und dann wird an die Familie herangetreten Und es werden die Möglichkeiten erklärt, die heute zur Verfügung stehen im Rahmen der Studie.
00:20:05: Und da ist eine Schulung ganz wichtig, dass man mit den Familien spricht sie aufklärt.
00:20:11: was bedeutet jetzt dieses Frühstadium?
00:20:14: und vor allen Dingen auch was bedeutet es nicht fürs weitere Leben?
00:20:17: Da können wir vielleicht noch drauf kommen.
00:20:19: also diese Diagnose-Frühstadium wo nach gar keine Symptome vorliegen bedeutet nicht das das Leben sich jetzt ändern muss.
00:20:28: Man hat sozusagen letztendlich die Information eine Audemunerkrankung im frühen Stadium vor und man sollte da ein Auge drauf behalten, also in regelmäßigen Abständen auch mal Blutkontrollen durchführen um zu sehen ob sich der Prozess weiterentwickelt hat.
00:20:47: Ob jetzt vielleicht schon ein spätes Frühstadium vorliegt?
00:20:51: Und dann erkennt man unter diesem Prozess der Kontrolle auch sehr früh wenn es letztendlich zur zum Anstieg des Blutzuges und zum Ausbruch der klinischen Erkrankung kommt.
00:21:03: Und man kann dann den optimalen Zeitpunkt finden, um mit der Insulintherapie zu beginnen.
00:21:12: Neben der Schulung ist das Monitorieren der Betroffenen in bestimmten Zeitabständen sehr wichtig.
00:21:22: Weiterhin ist es auch wichtig dass die Familien nach der Schulungen In der Lage sind zu Hause den Blutzuckermessen zu können.
00:21:31: Also jede Familie, die hier betroffen ist bekommt ein eigenes Blutzucker Messgerät was ja normalerweise nicht vorhanden ist in den Familien.
00:21:39: und ganz wichtig ist natürlich dass die Familien diese Symptome kennen.
00:21:43: Und wenn dann Symptome auftreten, die in Richtung Typ-I Diabetes gehen können haben sie zu Hause immer die Möglichkeit den Blutzucker einmal kurz zu messen und dann sehen Sie ob er erhöht ist oder nicht.
00:21:56: In der Schulung haben sie natürlich gelernt wie man reagieren muss, wenn der Blutzucker entsprechend erhöht es nämlich sofort eigentlich den Arzt aufzusuchen nicht zu verzögern aber andersrum nicht erhöht ist, dann hat man auch die Entwarnung dass diese Symptome in diesem Fall jetzt offensichtlich nicht mit dem erhöhten Blutzucker oder Diabetes in Verbindung stehen sondern eine andere Ursache hat.
00:22:19: Also ich glaube diese relativ einfache Maßnahme kann schon den allergrößten Teil von Ketoacidosen vermeiden, die wir heute noch in der Klinik sehen bei Manifestationen.
00:22:32: Jetzt haben Sie vorhin schon einen Detail genannt, dass ich gern mit dem, was Sie jetzt gesagt haben, verknüpfen werden.
00:22:37: Sie haben von einer familiären Vorbelastung gesprochen oder eben auch einer nicht vorhandenen Familienvorbelastungen.
00:22:45: Was heißt das denn für die Familien zu Hause?
00:22:50: Kann man sie jetzt einteilen in solche, die getestet werden sollen und solche, betrifft das eigentlich deutlich mehr bis eigentlich alle.
00:23:08: Also wir propagieren und wir stellen uns eine Zukunft vor, wo man in der man die Frühjahrkennung für Typ I Diabetes in die Regelversorgung überführt und dann tatsächlich jede Familie jedes Kind, die das möchte auch die Möglichkeit hat so einen Frühjah kennungstest durchführen zu lassen.
00:23:30: Und wir schlagen auch vor, dass man den nicht einmal durchführen sollte.
00:23:35: Sondern wenn der beim ersten Mal kein positives Ergebnis zeigt, das man nach drei bis vier Jahren diesen Test dann nochmal wiederholt.
00:23:43: Weil es schon so ist, dass es immer nur eine Momentaufnahme darstellt.
00:23:47: Also wie ihr sehen ist die Autoimmunerkrankung da oder ist sie nicht?
00:23:52: Da und Es kann sich natürlich im Zeitverlauf diese Erkrankungen auch noch später entwickeln.
00:23:59: deswegen weil wir eben wissen auch, dass über neunzig Prozent der Personen die Typ-I Diabetes entwickeln keinen Verwandten haben.
00:24:07: Schlagen wird das für die Gesamtbevölkerung vor?
00:24:11: Es gibt aber auch Personenkreise, die eine erhöhte Wahrscheinlichkeit haben, dass sie so ein Typ- I Diabetes entwickelt könnten und das sind die Verwandte von Personen, die bereits Typ-i Diabetes haben.
00:24:25: andere Personengruppen, wo sich auch eine Frühjahrkennung durchgeführt werden sollte sind Personen, wo bereits eine Automunerkrankung vorliegt.
00:24:36: Eine Schilddrüsenerkrankungen oder eine Zöldiakie oder eine andere Automuna-Krankung.
00:24:41: Da sollte man auch mal den Test auf Typ I Diabetes Autuminität ebenfalls durchführen.
00:24:47: und was wir wissen ist dass die Autominität, die Autumunerkrankungen
00:24:54: am häufigsten
00:24:55: tatsächlich schon in der Kindheit auftritt.
00:24:57: das heißt nicht dass die klinische Erkrankung am häufigsten in der Kindheit auftritt, aber die Automunerkrankung tritt am häufigste in der kindheit auf.
00:25:08: Deswegen hat man über die Jahre gelernt welche Zeitpunkte sind denn für eine Frühjahrkennung vielleicht besonders effektiv und was wir jetzt vorschlagen.
00:25:19: wenn wir sagen wir würden diese Frühjährkennungen zweimal durchführen dann ist das beim ersten mal im Alter von zwei bis vier Jahren und dann entsprechend drei bis vier Jahre später noch mal im Alter von sechs bis acht Jahren, dass man da nochmal eine zweite Untersuchung durchführen kann.
00:25:36: Und da die Erwachsenen normalerweise jetzt ja in ihrer Kindheit nicht so eine Frühuntersuchung hatten weil sie gibt es ja auch noch nicht so lange schlagen wir auch vor das in der Zukunft vielleicht jeder Erwachsene einmal, der so eine Risikogruppe hat oder ein junger Erwachsener.
00:25:54: Dass man da auch überlegen kann, so eine Frühjahrkennungsuntersuchung bei Erwachsen mal durchzuführen.
00:26:01: und das ist tatsächlich so dass die klinische Erkrankungen.
00:26:04: bei über der Hälfte der Personen, die TÜV-Einstehebete entwickelt tritt die Klinischeerkrankung erst im Alter über achtzehn Jahre auf also im erwachsenen Alter.
00:26:15: Das ist jetzt nicht Nur eine Kinderkrankheit?
00:26:21: Wir kennen das so ein bisschen über Eck aus der Geburtshilfe, wo dann doch relativ viele Frauen die Schwangerschaftsdiabetes entwickeln.
00:26:30: Dann da eine Erstdiagnose von dem Typ I Diabetes bekommen, wo man sicherlich wahrscheinlich sagen kann... Wenn das vorher bekannt gewesen wäre, wäre das sicherlich auch für die Schwangerschaft und dann eben doch indirekt fürs Kind besser gewesen.
00:26:44: Hätte man das schon vorher gewusst und direkt mit der Information dann auch arbeiten können in der Vorsorge.
00:26:52: Noch eine Detailfrage zur Früherkennung gibt es bei den Kindern so ein Mindestalter ab wann man testen kann bzw bis wann man spätestens das mal gemacht haben soll.
00:27:03: Spätestens, Sie haben ja gesagt es geht auch bis ins Erwachsenenalter
00:27:06: aber
00:27:07: so... Das werden sich sicherlich viele Eltern fragen die zu hören gibt es da so ein Sweet-Spot im Laufe der Kindheit wo man sagt da würde es sich anbieten das zu machen?
00:27:19: Also diese Verlaufsbeobachtungsstudien die von Geburt an durchgeführt wurden über jetzt schon Reißig Jahre laufen die schon.
00:27:29: Was man da ganz klar gesehen hat, dass das Auftreten dieser Autoantikörper im Blut hat einen ersten Gipfel und das ist tatsächlich das häufigste Neuauftreten von diesen Autoantikkörbern.
00:27:41: der liegt in etwa im Alter von zwei Jahren.
00:27:44: Und dann tritt in vielen Fällen erstmal ein Autoantikerbe auf was ja noch nicht der Diagnose-Frühstadium Typ I Diabetes entspricht.
00:27:56: Einige von diesen Personen, die einen Autoantikörper nachweisbar haben, entwickeln keine zwei und mehr Autoanteckörber.
00:28:05: Also sie haben die Progression nicht hin zum Frühstadium des Typ I Diabetes.
00:28:10: deswegen ist bei dem Auftreten von einem Autoantikkörper eben noch nicht das Frühstadium präsent und es kann sich auch völlig wieder zurückbilden.
00:28:20: aber In den meisten Fällen bei Kindern, die eben im jungen Alter mit der Automobilität beginnen treten schon sehr schnell mehrere von diesen Autoantikörpern auf.
00:28:32: Also ein Frühstadium ist präsent und der Gipfel tatsächlich des Auftretens ist bereits zum Alter von zwei Jahren.
00:28:39: das heißt wenn wir früh erkennen wollen, dann sollten wir auch in dem jungen Alter schon beginnen mit der ersten Untersuchung.
00:28:47: Weil wir auch wissen das umso früher ein Kind die Automunität entwickelt Umso schneller ist auch die Progression hin zur klinischen Erkrankung in den meisten Fällen.
00:28:58: Also ein gutes Alter, und das benutzen wir an unserer Studie, ist tatsächlich im Alter von zwei bis vier Jahren für die Erstuntersuchungen.
00:29:07: Das kann gekoppelt werden – an die U-Untersuchung kann aber auch bei jedem anderen Kinderarzttermin, wo vielleicht Blut abgenommen wird, mitgemacht werden.
00:29:18: Wenn man diesen Zeitpunkt von zwei bis vier Jahren verpasst hat, das Kind also schon etwas älter ist und noch nie getestet wurde dann kann man auch danach in jedem Alter die erste Untersuchung machen.
00:29:30: Und dann wird man sehen... Ob das schon so ein Frühstadium da ist oder nicht.
00:29:35: Sie hatten auch gesagt, wo es sich noch nicht anbietet oder wo man sie noch nicht machen sollte, ist tatsächlich zum Beispiel im Rahmen des neugeborenen Screenings.
00:29:43: nach der Geburt sehen wir noch keine eigenen Autoantikörper bei dem Kind.
00:29:48: also wenn wir da Autoantikörper in Blut nachweisen In den ersten Lebensmonaten sind die immer von der Mutter Autoantikörper, die über die Plazente ins Blut des Kindes gelangen und ja normalerweise auch den Nestschutz mitgeben.
00:30:02: Die Antikörper verschwinden so im Laufe des ersten Jahres.
00:30:06: also autoantikörpers sehen wir als frühe Entwicklung mit unter schon im Alter von sechs Monaten aber selten und der Pieck ist wie gesagt bei zwei Jahren.
00:30:18: deswegen muss man überlegen, wo ist es am addektivsten das erste Mal zu schauen.
00:30:22: Wenn man im Alter von ein Jahr messen würde dann hat man vielleicht einige verpasst.
00:30:27: die sind erst mit zwei Jahren entwickelt.
00:30:29: also ab zwei Jahre ist ein guter Zeitpunkt zwei bis vier jahre die erste Untersuchung durchzuführen.
00:30:36: Jetzt haben Sie gesagt, wenn man einen Autoantikörper findet dann kann der auch wieder verschwinden.
00:30:43: Wenn ich bei der Früherkennung aber mehr Autoantikörper vorfinde Dann ist das ab einer gewissen Anzahl und ich glaube es sind auch zwei Dann quasi die Diagnose oder nicht mehr Und das bildet sich nicht mehr zurück.
00:31:02: und anschließend an diese Frage.
00:31:05: gleich die nächste Frage.
00:31:06: Was bedeutet das denn für die Familien, wenn sie das Testergebnis bekommen?
00:31:10: Dass es einen oder vielleicht auch mehr Autoantikörper gibt?
00:31:15: welche Konsequenz hat es und wie verändert sich ab dem Moment vielleicht das Leben?
00:31:21: also Es ist so dass eben Definition des Frühstadiums über den Intensitätsgrad erfolgt, dass man eben zwei oder mehr von diesen Autoantikörpern nachweisbar hat.
00:31:35: Aber nicht nur einmalig sondern sie müssen auch bestätigt positiv sein die müssen persistent sein in einer zweiten unabhängigen Probe.
00:31:44: das ist diagnostisch ein wichtiger Punkt dass man hier auf der sicheren Seite ist dass man zwei Antikörper möglichst mit zwei verschiedenen Tests an zwei verschiedenen Zeitpunkten nachweisbar ist und dann weiß man, das ist kein Zufall.
00:32:00: Hier ist tatsächlich eine Relevanz dahinter, dass entspricht dem Frühstadium Und was es für die Familien bedeutet, ist letztendlich, dass es einfach ein Fakt ist, dass jetzt hier ein frühes Stadium des Typ-I Diabetes nachgewiesen wurde.
00:32:18: Das sind in unseren Studien der untersuchten, also drei Kinder von tausend in der normalen Bevölkerung.
00:32:28: Da findet man so ein Frühstadium und
00:32:31: diese
00:32:31: Familien brauchen alle eine Schulung von kompetenten Personen die sich mit dieser Materie auskennen.
00:32:41: das sind Schulungszentren die im Rahmen unserer Studien zusammenarbeiten.
00:32:48: jede diabetologische Schwerpunktpraxis oder Kinderkrankenhaus mit Diabetologischer Abteilung letztendlich ist dafür geeignet, diese Schulungen durchzuführen.
00:32:59: Wir haben die Strukturen in Deutschland parat und dort muss eben der Familie erklärt werden Was das jetzt bedeutet, welche Symptome auftreten können.
00:33:13: Das ist aber momentan noch nicht so weit ist und dass man jetzt schauen sollte wie weit fortgeschritten ist denn dieser Prozess der Automunerkrankung bereits?
00:33:25: Hat es schon ein spätes Frühstadium zwei oder ist es noch das Frühstadium eins was man bei den meisten Personen findet wo der Blut sogar noch völlig unerfällig ist?
00:33:34: also man würde nach der Schulung Auf jeden Fall einen sogenannten Staging anschließen, wo man in den meisten Fällen mit einem Stimulationstest, einem oralen Glucose-Tolerantstest.
00:33:46: Wo man entsprechend eine definierte Zuckerlösung, eine bestimmte Menge Zucker trinkt und dann letztendlich der Körper... sich damit auseinandersetzen muss und die Beta-Zellen sozusagen stimuliert werden.
00:34:01: Und dann kann man sehen, wie denn der Körper noch in der Lage ist auf diesen Zucker zu reagieren?
00:34:12: Anhand dieser Messung kann man sagen Ist das jetzt noch ein Stadium eins oder ist es bereits ein potgeschrittenes Stadium zwei?
00:34:21: Und je nachdem welches Stadium die Person sich befindet, würde man dann mit der Familie ein Termin ausmachen wann eine Kontrolle erfolgen soll.
00:34:34: Also es gibt da jetzt sehr gute Maßnahmen der Monitorierung und dann kann man den Prozess in dieser Weise begleiten.
00:34:42: und in der Zwischenzeit muss die Person mit dem Frühstadium und die Familie eigentlich ihr Leben überhaupt nicht ändern.
00:34:50: sie lernt einfach dazu Sie kann Fragen beantwortet bekommen, Ängste dadurch reduzieren.
00:34:58: Der Ansprechpartner mit der entsprechenden Expertise ist wichtig dass man da auch ein Vertrauensverhältnis entwickelt und jederzeit auch entsprechend Fragen klären kann und dann auch zur Ruhe kommt und letztendlich gelassener wird und besser vorbereitet sozusagen ist wenn dann tatsächlich die klinische Erkrankung Aufbritt.
00:35:23: Ja, ich finde es nochmal schön und wichtig das noch mal rauszuarbeiten dass es wirklich ein System gibt da so einen positives Ergebnis auch aufzufangen um die Familie zu begleiten Dass sie sich nicht alleine gelassen fühlen muss.
00:35:37: natürlich haben Sie gesagt Wie schnell ist dann voranschreitet?
00:35:41: Das kann keiner so genau sagen Da Kann man nichts profitzahlen aber Es ist trotzdem wichtig zu wissen dass man da in einem gutes Netzwerk dann eingeführt wird und denke ich wahrscheinlich auch vor allem mit den Fragen, die man hat immer wieder an Ansprechpartner kommt, die einem da weiterhelfen können.
00:36:02: Also
00:36:02: ich muss einmal kurz einhaken.
00:36:04: wir sind tatsächlich auch schon sehr weit vorangekommen in der Einschätzung wie schnell es geht.
00:36:10: ja also das ist tatsächlich so.
00:36:13: wir weisen nach die Automunerkrankungs-Star kommen metabolische Tests ins Spiel.
00:36:21: Also Blutzuckermessung, stimulierte Blutzuckermessungen im oralen Glykosotoleranz-Test, CGM Messungen, HBNC Messungen und anhand bestimmter Werte weiß man heute was es bedeutet in Bezug auf die Geschwindigkeit der Entwicklung der klinischen Erkrankung Typ I Diabetes.
00:36:39: also da ist man schon sehr fortgeschritten und wir wissen natürlich auch dass unter Stresssituationen auch gehäuft und schneller entsprechend diabetische Blutzuckerwerte, also erhöhte Blutzuckerwerte auftreten kann.
00:36:54: Das jetzt zu einer Manifestation kommen kann.
00:36:56: Deswegen sind auch die Familien dazu angehalten wenn das
00:37:01: Kind
00:37:02: z.B.
00:37:02: in Infektionserkrankungen hat oder andersweites erkranktes Stresssituation, dass man dann auch mal den Blutzucker zu Hause misst wenn man weiß das so ein Frühstadion da ist um eben nicht zu übersehen dass tatsächlich die Blutzucherwerte schon im diabetesen Bereich liegen und man jetzt eigentlich schon zum Arzt gehen sollte.
00:37:20: also das ist auch ein Mittel was man einerseits die Geschwindigkeit des Voranschreitens doch ganz gut einschätzen kann heutzutage und danach den Visitenabstand festmachen kann und sagen, sie müssen erst in einem halben Jahr kommen.
00:37:37: Und bei anderen vielleicht Sie sollten nach drei Monaten kommen.
00:37:40: In einem Jahr machen wir wieder mal einen Stimulationstest zum Beispiel.
00:37:44: Das kann man sehr gut besprechen.
00:37:45: aber in der Zwischenzeit wenn irgendwas dazu kommt was die Progression den Verlauf beschleunigen könnte eben Stress oder Erkrankung oder anders weiter haben die Familien das Wissen durch die Schulungen selbstständig zu handeln und dann auch entsprechend zeitiger den Arzt aufzusuchen.
00:38:08: Und also ganz klar sind wir sehr gut in der Lage, die Automohnerkrankung zu erkennen und dann aber auch sehr gut unterlage die Geschwindigkeit vorherzusagen über Monitoring.
00:38:20: Wir haben jetzt viele Vorteile der Früherkennungstests besprochen.
00:38:25: Wie ist denn aktuell Zugänglichkeit dieser Tests, also die Hörerinnen und Hörern, die jetzt gespannt zuhören.
00:38:32: Und vielleicht denken das ist was für unsere Familie, für mein Kind?
00:38:37: Wer kann es denn überhaupt alles bekommen?
00:38:39: Ist es für jeden zugänglich oder gibt es da momentan noch Einschränkungen?
00:38:44: Also es ist momentan so dass die Frühjahrkennung sind Besuchung für Typ I Diabetes nicht in der Regelversorgung.
00:38:53: Es kann eigentlich nur im Rahmen von Studien stattfinden.
00:38:57: Und wir haben eben, in den letzten Jahren, eine große Studie in Deutschland gestartet wo wir angefangen haben bei Kindern in der Allgemeinbefolgerung in Bayern zunächst zu schauen wie häufig finden wir das Frühstadium?
00:39:15: diese Studie hat sich im Laufe letzten zehn Jahre ausgeweitet auf andere Bundesländer, da kam Niedersachsen und Sachsen zuerst dazu.
00:39:25: Letztes Jahr kam jetzt noch Rheinland-Pfalz und Hessen dazu, Bremen, Hamburg ist auch schon dabei.
00:39:32: Und für dieses Jahr planen wir eine weitere Ausdehnung das tatsächlich schon die Mehrheit der Bundesländern dann im Rahmen dieser Studie in der Lage sein wird sozusagen Kinder wenn das gewünscht wird eine Frühjahrkennungsuntersuchung durchführen zu lassen.
00:39:51: Es ist noch nicht in allen Bundesländern verfügbar und es ist alles im Rahmen einer Studie.
00:39:58: Zusätzlich auch im Rahmen dieser Studie bieten wir an bei Verwandten von Personen mit Typ I Diabetes, dass deutschlandweit diese Frühjaherkennung durchgeführt werden kann.
00:40:11: Das geht dann in allen Definiert.
00:40:17: bei Verwandten kann der Test gemacht werden im Alter von eins bis einundzwanzig Jahren und bei den Kindern aus der Allgemeinbefolgerung in den Bundesländern, wo unsere Studie, das ist die Frieda-Studie eben schon aktiv ist.
00:40:33: Da können Kinder im Alter vom zwei bis zehn Jahren sich untersuchen lassen?
00:40:38: Ja also ich Ich finde das ganz, ganz großartig.
00:40:42: Dass die Friedersstudie immer näher rückt auch zu uns nach Nordrhein-Westfalen ist natürlich schade dass es diese Früherkennung wo wir ja jetzt in den letzten forty fünfzig Minuten gehört haben wie wichtig die ist für die Kinder die von Typ eins Diabetes betroffen sind dass das noch nicht Teil der Regelversorgung Was ist denn Ihrer Meinung nach notwendig dafür, dass das
00:41:12: auch
00:41:13: ja nicht nur in der Studie ankommt und nicht nur durch die Studie angeboten wird sondern einfach auch in den Kinderarztpraxen oder auch in dem Kinderkliniken in Deutschland Teil der Regelversorgung wird?
00:41:28: Also ich glaube es ist viel Unterstützung notwendig.
00:41:32: Durch Kollegen die Bevölkerung letztendlich, die daran interessiert ist.
00:41:38: So eine Frühjahrkennung durchführen zu können und dann sind am Ende die Entscheider gefragt ja also der Wille das auf den Weg zu bringen.
00:41:52: wir haben sehr viel neue Evidenz geschaffen.
00:41:56: Wir haben gezeigt dass in Deutschland die Struktur dafür da ist.
00:42:01: Die muss vielleicht noch in den Kapazitäten gestärkt werden In den Schulungszentren zum Beispiel, aber im Prinzip haben wir das Netz der niedergelassenen Kollegen Kinderärzte oder Hausärzte wo das Screening flächendeckend durchgeführt werden kann.
00:42:16: Dann haben wir für diese Null Komma drei Prozent auch die spezialisierten Einrichtung wo die Schulung und das Monitoring stattfinden kann.
00:42:24: Das sind ja auch die Einrichtungen wo dann später Zumeist die Insulintherapie erfolgt.
00:42:30: An diese Zentren sind die Personen ja angebunden meist und jetzt kommt es darauf an, die Entscheidungen soweit durchzubringen das letztendlich die Frühjahrkennung in die Regelversorgung übernommen wird.
00:42:47: also wir sehen bei den Kindern Früherkennung im Rahmen unserer Studie durchführen, ein ganz dramatischen Abnahme der Rade an Keto-Azidose.
00:43:00: Das ist schon ein sehr wichtiger Punkt, sehr patientenrelevant und auch viele andere Vorteile die wir hier nachweisen können.
00:43:08: Und es ist tatsächlich so das Modell aus Deutschland mit der Friederstudie sich jetzt auf Europa schon ausgeweitet hat.
00:43:17: Es gibt also ein europäisches Projekt Das läuft schon seit zwei Jahren, das nennt sich Identify.
00:43:24: Und da haben jetzt mehrere Staaten in Europa nach dem Modell der deutschen Studie begonnen ebenfalls die Frühjahrkennung aufzubauen und durchzuführen.
00:43:36: Und ein Beispiel aus Italien ist auch noch bemerkenswert.
00:43:39: Es ist das erste Land wo tatsächlich die FrühJahrkannung bei Kindern führte wie eins, die habe jetzt gesetzlich verankert worden ist?
00:43:48: Also soweit sind wir noch längst nicht, aber da wollen wir hin.
00:43:52: Damit das eben nicht nur eine nette Erfahrung gewesen ist was wir alles in der Lage sind zu erkennen und auszurichten sondern dass eben auch Bestand hat für die Zukunft.
00:44:05: Super, das ist toll dass man da so eine Entwicklung auch auf europäischer Sicht hat.
00:44:11: Können Sie nochmal kurz sagen welche Bundesländer jetzt ab dem ersten Mai hinzukommen wo die Studie eingeführt wird sodass da die Teilnahme möglich ist und dass dann hier sie Zuhörer sich zuteilen können ob ihr Bundesland dabei ist oder nicht?
00:44:30: Ja also wir haben drei Zentren in München, in Dresden und in Tannover, die als koordinierende Zentren fungieren.
00:44:43: Und die Studie läuft wie gesagt schon in Sachsen, Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und jetzt ab Mai kommt Thüringen dazu.
00:44:58: Sachsen-Anhalt Mecklenburg Vorpormern Brandenburg Berlin.
00:45:05: dann bieten wir auch die Möglichkeit an in Nordrhein-Westfalen, die Untersuchung durchführen zu lassen.
00:45:13: Und habe ich jetzt eins vergessen?
00:45:15: Also es sind am Ende – ich glaube, wir haben alle genannt – nur noch vier Bundesländer oder drei Bundesländern, wo die Studie noch nicht offiziell möglich ist daran teilzunehmen.
00:45:29: Toll!
00:45:32: Gute positive Aussichten würde ich sagen.
00:45:35: Wir haben
00:45:37: immer wieder bei unserem Podcast, wenn es gegen das Ende geht dürfen unsere Gäste Wünsche äußern.
00:45:44: Die kann man zwar nicht meistens nicht erfüllen aber wir wollen sie zumindest hören.
00:45:50: wie sind denn ihre Wünscher oder Visionen?
00:45:53: Wenn es um die Diabetes I Früherkennung geht was zum einen was die nächsten Jahre angeht zum anderen aber auch Vielleicht, welche Worte oder welche Appelle errichten Sie an die Familien?
00:46:06: Die uns zuhören?
00:46:09: sollen sie zu Hause sitzen und warten was den nächsten Podcast in den nächsten Jahren bringen zu diesem Thema.
00:46:15: Oder können die etwas dafür tun dieses Thema auch weiter in den Fokus zurück und die Wichtigkeit vielleicht auch von Seiten der Familien irgendwie zu betonen?
00:46:28: Ja ich denke das muss weiter thematisiert werden, also wenn wir reden natürlich täglich darüber und das ist das Nummer eins Thema für uns aber wir machen ja nur einen kleinen Teil der Bevölkerung aus.
00:46:44: Also es ist wichtig dass das Thema Typ Eins Diabetes weiter verbreitet wird, das Aufklärung geschieht.
00:46:51: Es ist wichtig auch Aufklärungskampagnen mit durchzuführen dass eben die Symptome bekannt sind.
00:46:57: Das Bekannt ist dass es eben unterschiedlich gibt im Diabetes Melitus nämlich Typ zwei, Typ eins und was das bedeutet?
00:47:06: Dass es eben verschiedene Erkrankungen sind dass es eben jetzt die Möglichkeit gibt, Typ I Diabetes in Stadien früh zu erkennen.
00:47:16: Die noch gar keine Krankheitszeichen haben, das man das sehr gut erkennen kann, dass man dann handeln kann und dass das Leben normal weiterlaufen kann.
00:47:28: Wir sind natürlich heute auch sehr gut in der Lage, dann wenn es zur klinischen Erkrankung kommt die Erkrankung zu behandeln viel besser als früher.
00:47:37: Also das Leben mit Diabetes ist sehr gut händelbar und man kann sich eben heute schon im Vorfeld der Klinischenerkrankungen darauf vorbereiten muss aber sein normales Leben eigentlich endlich ändern.
00:47:58: von Familien, also alle Personen in der Bevölkerung die sich da einsetzen möchten um letztendlich das Thema an die entsprechenden Entscheider voranzubringen sind da herzlich willkommen dies zu tun.
00:48:15: Also wir stecken viel Energie rein in Aufklärungen und in Kampagnen aber es braucht sicherlich noch mehr Unterstützer um es entsprechend voranzutreiben, dass am Ende tatsächlich eine Entscheidung fällt.
00:48:30: Dass die Frühjahrkennung in Zukunft möglich sein wird und das ist auch mein Wunsch, dass wir in möglichst kurzer Zeit da hinkommen, dass es eben für alle Personen, die das möchten, auch möglich sein würde, das im Rahmen der Regelversorgung burschführen zu lassen.
00:48:51: Ja sie sprechen Unterstützerinnen unterstützt daran.
00:48:54: Das können Arztpraxen sein, Kinder- und Jugendarztpraxe die sich daran beteiligen.
00:49:00: Wir haben ja hier in der Hörerschaft auch so einige Kinderärzte oder Ärzte die mitzuhören oder Personal das dort arbeitet.
00:49:11: Dahingehend haben wir auch nochmal Informationsangebote in die Show Notes dieser Episode gepackt.
00:49:17: Dort kann man noch mal genauer nachschauen.
00:49:20: Auch für Interessierte Eltern gibt es noch mal eine Anlaufstelle, also einfach in die Show Notes klicken.
00:49:26: Dort sind weitere informative Links enthalten wenn es noch weitere Aspekte gibt, die über diese Episode hinausgehen.
00:49:36: Ansonsten hoffen wir dass viele Interessierte Zuhörerinnen und Zuhärer das jetzt hier auch gut und aufklärend gefunden haben und die Episode auch gerne weiter leiten.
00:49:46: Das Thema ist ja wichtig Vielleicht heute auch das erste Mal davon gehört haben, dass es die Möglichkeit eines Früherkennungstests gibt.
00:49:57: So dass das glaube ich auch interessant ist.
00:50:00: vielleicht bespricht man's mal mit befreundeten Familieneltern ob sie schon gemacht haben, ob Sie es da schon davon wussten dass sich einfach dieses Thema noch
00:50:11: ein
00:50:12: bisschen weiter verbreitet.
00:50:14: An der Stelle möchte ich mich aber erst mal vor allem bei Ihnen Herr Achmbach bedanken für die wirklich total anschauliche Darstellung dieses Themas.
00:50:24: Da habe ich jetzt viel gelernt und ich bin sicher das die Zuhörerinnen und Zuhörer das auch sehr spannend gefunden
00:50:30: haben.
00:50:32: Vielen Dank!
00:50:34: Ansonsten bleibt uns, glaube ich nichts anderes übrig als allen eine gute und gesunde Zeit zu wünschen.
00:50:42: Wie gesagt wenn zu dem Thema noch Informationsbedarf besteht schaut bitte in die Show notes leitet die Episode weiter Und wir hören uns bei der nächsten Folge von Handfußmund.
00:50:51: bis dahin tschüss.
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