Für immer Geschwister - mit Autorin und Journalistin Ursula Ott

Show notes

Geschwister sucht man sich nicht aus – und trotzdem sind es die längsten Beziehungen unseres Lebens. Ursula Ott, Journalistin und Bestsellerautorin ("Gezwisterliebe"), hat sich genau damit beschäftigt: Warum werden manche Geschwister beste Freunde, andere entfremden sich fürs Leben – und was hat das mit unserer Kindheit zu tun? Wir sprechen mit ihr über Rollenmuster, Gleichbehandlung als Falle, den richtigen Umgang mit Geschwisterstreit – und was Eltern heute tun können, damit daraus keine Jahrzehnte alten Wunden werden.

Episodenlinks: Website von Ursula Ott Ursula Ott's Bestseller "Gezwisterliebe"

Show transcript

00:00:22: So ihr Lieben,

00:00:22: hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Handfuß Mund.

00:00:26: Euren Podcast über Kinder- und Jugendmedizin.

00:00:29: Es begrüßen euch wie immer eure beiden Hosts.

00:00:31: Mein Name ist Nibrasnami an meiner Seite der Liebe Florian Barbor.

00:00:35: Hallo Florian!

00:00:37: Schön, dass wir wieder heute zueinander gefunden haben um über ein wichtiges Thema zu sprechen.

00:00:43: Wir uns kennt Weiß.

00:00:44: als Kinderärztel sprechen wir zu einerseits ganz oft über die klassischen Kinderkrankheiten und Themen gucken aber auch immer wieder gerne mit Interviewgästen und Gästinnen über den Tellerrand hinaus rund um das Thema Kinderfamilie, Kindergesundheit auch im Großen und Ganzen betrachtet.

00:01:01: Und Heute haben wir ein ganz spannendes Thema uns ausgesucht tolle Interviewgäste in eingeladen.

00:01:08: Florian, verrat uns doch noch mal ein bisschen mehr!

00:01:11: Ja sehr gerne.

00:01:12: wie immer wenn wir einen Thema haben wo wir alleine vielleicht gar nicht so die Expertise haben versuchen wir immer einen Gast oder eine Gästin zu gewinnen und du hast es schon vorweg genommen.

00:01:24: das ist uns glaube ich heute auch absolut wieder gelungen.

00:01:27: Wir haben nämlich heute bei uns die liebe Ursula Ott.

00:01:31: erstmal herzlich willkommen Frau Ott.

00:01:33: Hallo

00:01:34: und danke für die Einladung, ich bin gerne hier.

00:01:37: Ja super!

00:01:39: Frau Ott einmal ein paar Worte zu Ihnen.

00:01:42: Sie sind einerseits Journalistin andererseits Buchautorin.

00:01:47: das bringt uns auch gleich zum Thema.

00:01:52: aber sie sind auch Chefredakteurin von dem Magazin Chrismon und haben aber und jetzt kommen wir zu unserem Thema Vor gar nicht allzu langer Zeit ein Buch geschrieben mit einem ganz tollen Titel, der sehr vereinnahmend ist für dieses Thema.

00:02:11: Weil es so viel schon hergibt und der Titel lautet Gezwisterliebe!

00:02:17: Und das ist auch der Grund warum wir sie heute zu uns eingeladen haben weil wir wollen mal über Geschwister rollen und Beziehungen unter Geschwistern sprechen.

00:02:29: Frau Ott, vielleicht können Sie uns einleitend einmal kurz erzählen – wie sind sie denn überhaupt zu diesem Thema gekommen?

00:02:36: Warum haben Sie dieses Buch geschrieben und was waren da Ihre Beweggründe?

00:02:42: Erst mal freut mich voll, dass Sie den Titel mögen, deswegen ganz oft auf lesen und dann um die meisten Buchhändler innen... So haften Sie sofort, geht Schlister, Zwister.

00:02:53: Vielen Dank für das Kompliment!

00:02:54: Ich bin den eigentlich auch lustig ist es der Geh-Zwister-Liebe und da steckt der Zwist genauso drin wie die Liebe.

00:03:02: Darum geht's auch in dem Buch.

00:03:04: ich bin selber jüngere Schwester, ich hab ne drei Jahre älteste Schwester Und bin Mutter von einer weiteraufigen Patchwork-Familie.

00:03:11: also ich habe sehr viele Kinder, Patchwork Kinder und Patchwork Enkel und beobachte da natürlich auch viele Geschwistergeschichten.

00:03:21: Ich bin tatsächlich draufgekommen, weil ich mit meiner Schwester, mit der ich nicht sehr gut verstehe – also bei meiner Schweste und mir, die heißt Biggie, die kommt bestimmt gleich noch mal vor deswegen.

00:03:31: Das habe ich einmal mit Biggie und wir sind echt ein Herz in eine Seele!

00:03:35: Also das ist mehr Liebe als es

00:03:37: ist.".

00:03:38: Und wir beide zusammen haben vor mittlerweile sieben Jahren unsere alte Mutter aus dem Elternhaus verabschiedet.

00:03:45: Also, wir haben auch das Haus verabstellt, indem wir selber groß geworden sind als Kinder und haben die Mutter umgezogen.

00:03:52: Die war schon sehr alt in der Großstadt.

00:03:54: Darüber habe ich ein Buch geschrieben und dann kamen ganz oft ... also über diesen Umzug und auch über dieses Eltham-Haus ausdrehen.

00:04:01: Ganz oft kamen Geschwister zu Lesungen Und am Anfang dachte ich, klar, das sind alles Schwester und Brüder.

00:04:08: Wieso wie Biggie und ich das wohl zusammengemacht haben als Team beim Geschwister?

00:04:13: Muss man sich doch verstehen!

00:04:15: Aber es kam halt viel öfters dann nur eine Schwester oder ein Bruder und han erzählt dass sie jetzt in der Mitte des Lebens nicht total verstritten mit ihren Geschwisters haben.

00:04:26: Zum Beispiel über diese Frage wollen wir das Elternhaus wirklich hergeben oder wollen das nicht behalten?

00:04:32: aber natürlich gibt's noch drei oder vier andere klassische Gründe, warum man sich zerstreiten kann.

00:04:37: Und zwar waren das alles Leute, die ungefähr so alt waren wie ich.

00:04:41: Ich bin jahrelang in der Jahre dreiundsechzig und dann dachte ich, ey was ist das?

00:04:45: Warum zerstreifen es sich Leute in der Mittehörle, sagen wir mal im letzten Drittel des Lebens mit ihren Geschwistern und fühlen sich da manchmal noch also auch als ob sie gerade noch am Sandkasten sitzen würden mit ihren Beschwisternen.

00:04:59: Das hat mich einfach voll interessiert.

00:05:01: Dazu gab es kein wirklich gutes Buch und dann habe ich mich dran gemacht, um das recherchieren.

00:05:07: Und heute bin ich bei euch!

00:05:08: Das ist doch schön.

00:05:10: Ja, das freut uns sehr.

00:05:11: Das ist ja ein Thema was glaube ich fast jeden irgendwo betrifft.

00:05:16: also entweder hat man selber Geschwister oder Man hat Kinder, die untereinander Geschwister sind oder in seinem Umfeld mit Geschwisters zu tun.

00:05:26: Also ich glaube kaum jemand kommt an dem Thema irgendwie vorbei und es ist ja so spannend weil's jetzt zu den Dingen gehört wie man so klassisch sagt sich nicht aussuchen kann sondern man wird ja in so eine Situation geboren.

00:05:39: Und ich finde das gerade für uns so in der Familien- und Kindergesundheitswelt total spannend.

00:05:47: Bei vielen ist es ja dann so, hat man multiple Ebenen mit dem gleichen Thema die eigenen Geschwister.

00:05:52: Aber man hat die Kinder vor sich, die ja auch untereinander geschwistert sind wo man sich als Eltern ja auch Gedanken macht wie kommen sie eigentlich untereinander klar?

00:06:02: Ich glaube alle Eltern haben immer den Wunsch dass die Kinder sich untereiner gut verstehen.

00:06:06: und auch wenn sich dann die Wege im Erwachsenen werden vielleicht auch mal ein bisschen trennen mehr als in der Zeit wo man unter einem Dach wohnt das dann trotzdem mehr oder weniger lange Kontaktstrecken der Beziehung erhalten bleiben auch im weiteren Leben.

00:06:26: Wie ist es denn?

00:06:27: Das ist so, ich wollte sagen weil Sie gerade sagen in der Mitte also das man sich dann ein bisschen aus den Augen verliert dass sie zu Beginn total normal ist.

00:06:38: ich habe viel mit der Forschung auf zu tun gehabt.

00:06:41: Man sagt in den Geschwisterbeziehungen gibt es eine sogenannte U-Kurve, also das U fängt ja oben an.

00:06:46: als Kinder sind wir sehr eng mit unseren Geschwisters.

00:06:49: Fast alle haben wir irre Enges Verhältnis zu unseren Geschwestern wenn wir klein sind.

00:06:54: Wenn wir dann so achtzehn, zwanzig sind rausgehen in die Welt studieren Ausbildung machen, Beruf eigene Familie aufbauen geht oft das u nach und die Beziehung zwischen Geschwistern wird lockerer.

00:07:06: man verliert sich ein bisschen aus den Augen.

00:07:09: Aber in der Lebensphase, in der ich bin, Anfang den Sechzehnten oder auch schon Ende den Vierzehnten und Anfang den Fünfzehnte haben viele wieder sehr viel mit ihren Geschwistern zu tun zwangsläufig.

00:07:18: Weil eben diese Aufgaben anstehen... Ich habe vorher schon die alte Mutter angesprochen.

00:07:23: Man hat eben alte Eltern.

00:07:24: das geht um Pflege es geht um die Elternhause.

00:07:27: Es geht um alles Mögliche wo man sich mit den Geschwistern zwangflläufigt irgendwie zusammenbohnen muss.

00:07:32: Und deswegen ist eigentlich ganz witzig dass das U am Ende wieder so nach oben geht also In der letzten Drittel unseres Lebens wieder sehr viel mit den Dingen zu tun haben, mit denen wir am Anfang des Lebens zu tun hatten.

00:07:44: und es gibt eben Konflikte die eindeutig in der Kindheit liegen.

00:07:50: Also ich habe ja auch mit einer Anwältin gesprochen, die für so Erbschaftsstreitigkeiten versucht zu schlichten zwischen Geschwistern.

00:07:57: Da gibt es leider richtig viele, also viele Geschwister sterben bescheidenlich im Südärbe.

00:08:03: Und die sagt das in so Kommentaren von juristischer Literatur.

00:08:06: da gibt's richtig so ein Wort.

00:08:09: Das heißt Sandkasten-Konflikt.

00:08:12: Also erwachsene Menschen benehmen sich echt wieder so als ob sie mit drei Jahren mit dem Schäufechen auf das Geschwistersrauch bauen würden.

00:08:21: Deswegen finde ich es voll nett dass wir heute mal über Kinder reden werden.

00:08:24: meistens red ich mit Menschen meines Alters über diese Konflikte.

00:08:27: Es ist voll schön, dass ihr an den Kindern dran

00:08:29: seid.".

00:08:31: Ja das ist einfach eine spannende Ebene.

00:08:34: Ich finde trotzdem die Ebene des Erwachsenen oder der älteren Menschen sehr interessant.

00:08:39: Ich find sowieso als Kinderarzt, es ist sowieso superinteressant wie viele Parallelen zwischen dem Leben als Kind und dem Leben altermensch existieren.

00:08:48: Da gibt's ja tatsächlich viele.

00:08:50: Aber auch jetzt dieser Hinweis zu den Sandkastenkonflikten.

00:08:55: Ich meine, es gibt halt niemanden in dem man im Erwachsenenleben hat mit denen man diese Vorgeschichte teilt dass man vielleicht zusammen im Sandkast oder in der Badewanne gesessen hat sich an den Haaren gezogen hat also so Dinge die man mit keinem anderen Menschen gemacht hat die sicherlich auch Einfluss auf die Konflikte oder zumindest Streitthemen im erwachsenen Alter ja auch haben.

00:09:16: aber wann entscheidet sich das?

00:09:18: grundsätzlich, wie denn überhaupt unser Verhältnis zu unseren Geschwistern wird.

00:09:23: Wie viel Impact hat denn da vielleicht eben auch die Kindheit?

00:09:27: Ist es so dass sich prügelnden Brüder dann auch im erwachsenen Alter raufende Erväter oder Männer werden oder ist es so das gar nicht unbedingt miteinander immer in Abhängigkeit steht?

00:09:44: Erst mal stimmt das, was Sie sagen.

00:09:46: Es ist tatsächlich die längste Beziehung und für viele Menschen auch die intensivste Beziehenung.

00:09:51: Keine romantische Beziehungen also Ehe oder Partnerschaft dauert normalerweise so lange wie die Beziehungs- zu unseren Geschwistern.

00:09:59: Also in einem Sachsoziologisch gesehen horizontal.

00:10:02: In unserer Altersgruppe ist unsere Schwester unser Bruder unsere ängste Bezugspersonen deswegen der Einfluss wirklich Riesig, sagt die Forschung.

00:10:13: Die Forschung hat sich lange nicht so richtig darum gekümmert.

00:10:16: Also ich hab ja von meinem Bruch den bekanntesten Geschwisterforscher besucht.

00:10:21: Der lebt in der Nähe von Zürich.

00:10:23: Herr Frick Jörg Frick, der hat das Standartwerk geschrieben über Geschwistersorschung... und er sagt, dass man eigentlich erst in den neunziger Jahren so richtig angefangen hat zu forschen.

00:10:32: Und dann aber draufgekommen ist das Geschwister eben mega Einfluss auf unser späteres Leben haben.

00:10:37: Übrigens sagt der auch, der ist selber Psychologe und nicht Kinderarzt wie ihr.

00:10:41: Aber der sagt, eigentlich gehört es nur an einem Lese dazu.

00:10:45: Also wenn ihr neuen Patienten seht oder auch in der Psychotherapie, wenn man neue Patienten, Klientinnen sieht müsste man eigentlich fragen, wie hast du geschwistert?

00:10:58: So jetzt aber diese Frage mit den Brügeln und auch die, die sich als Kinderbrügel städte.

00:11:03: Nein auf gar keinen Fall!

00:11:05: Also Konflikte, Streitigkeiten unter Geschwistern, die auch gerne mal ein bisschen körperlich sein dürfen sind total normal und sind auch gewollt.

00:11:18: Es kann ja gar nicht anders sein, als dass man konkurriert.

00:11:22: Man konkuriert mit seinen Geschwestern permanent um Ressourcen würde man Deutsch sagen.

00:11:27: Also, wenn ich mich erinnere... Ich hatte nur noch eine Patchwork-Familie.

00:11:30: Meine Kinder mit den Patchwork waren es dann fünf.

00:11:33: Haben permanent drum konkurriert auch direkt nach der Trennung.

00:11:38: wer darf neben Mama am Tisch sitzen?

00:11:41: so Wer kriegt als erstes von Essen?

00:11:44: Wer krieg welches essen Städter?

00:11:47: Wer bekommt das bessere Zimmer?

00:11:48: nicht jede Wohnung ist exakt gleich aufgeteilt kann ja gar nicht sein.

00:11:51: wie soll es sein?

00:11:52: also dass man Konkurriert ist total normal und das ist da auch mal ein bisschen härter zugeht, ist auch total normal.

00:12:00: Und eigentlich ist es sehr gesund sagt der Geschwisterforscher.

00:12:04: Der sagt letztendlich ist dieses Raufen, wenn's jetzt nicht, dann können wir uns gleich gucken dass es hat ja wahrscheinlich die besseren Experten ganz echt gefährlich wird.

00:12:13: so ne also wann jetzt eine Verletzung oder so gefährlich ist, da gibt es bestimmte Grenzen wo man einschalten muss.

00:12:20: Aber das Rauchen und das Konkurrieren und auch die Eifersucht der Neid, die Gefühle, die jede und jeder von uns hat mit Geschlistern sind eigentlich total normal und hier sind auch ein super Trainingsfeld für das spätere Leben.

00:12:35: Also, wir stehen unter dem Anfluss von einer schrecklichen Wahl.

00:12:39: Unsere Demokratie ist in Gefahr und die ganze Zeit reden wir darüber.

00:12:43: Wir haben verlernt zu sprechen mit Andersdenkungen.

00:12:47: Wir haben verlärmt konstruktiv zu streiten Und eigentlich ist dieses Geschlisterfeld ein Super-Training-Feld.

00:12:55: Wenn du mit Geschwistern musst du dich streiten Mit Geschwestern kannst du dich aber super gut auch wieder verbünden wenn es darum geht Von den Eltern was zu kriegen.

00:13:04: Das heißt ein bestimmtes Essen, das heißt ein Privileg.

00:13:06: Das heißt abends länger aufbleiben und alleine abends ins Kino zu gehen.

00:13:11: Das sind ja Sachen wo wenn ich mich erinnere mit meiner Schwester habe mich auch viel gestritten aber wir haben uns unheimlich oft gegen.

00:13:16: die Eltern kommen aus einer etwas anderen Zeit wo es auch streng war Zuhause.

00:13:22: Ich bin ja so ein Kind der sechziger Jahre Und wir haben einfach gelernt meine Schwester und ich und ich glaube es war wirklich auch im Trainingsfeld für unsere Berufe später Im richtigen Moment sich wieder zur Verwöhnung und zu verbünden.

00:13:34: Und die Interessen erst alleine, also von wegen ich will das größere Stück vom Essen oder so?

00:13:40: Oder ich will auch meine neue Teams nicht immer nur die abgetragenen Teams meiner Schwester.

00:13:44: Da habe ich mich gestritten.

00:13:46: aber wenn es dringend bestimmte Dinge auch gegen unsere Eltern politisch durchzusetzen oder zu diskutieren da haben wir uns super zusammen verbündet gegen sie und das ist wirklich für unsere... Das klingt jetzt wahnsinnig hochtrabend aber ich mein dass wirklich so für unsere Gesellschaft Super, wenn Kinder das schon früh lernen mit ihren Geschwistern.

00:14:06: Ja also finde ich ein ganz wichtiger Punkt diese Konflikte der die von den Kindern ausgetragen werden und da würde ich gleich gerne mal auf die Position der Eltern oder von uns Eltern auch mal gehen.

00:14:20: Ich weiß als Papa natürlich wie wichtig es ist dass sich die Kinder aneinander reiben, dass sie Konflikte haben.

00:14:29: Dass sie streiten und das lernen wie Sie es gesagt haben.

00:14:33: Dieses Training auf der anderen Seite juckt's mich immer und da kann ich mich auch nicht frei machen oder es kann ja auch nicht verhindern möchte ich den Kindern auch immer beibringen wie sie sich versöhnen wie sie miteinander eine Streitkultur irgendwie schaffen bei kleinen Kindern nichts mit einer Streitkultur zu tun, erst mal wenn die einfach nur miteinander auf Teufel kommen rausstreiten.

00:15:04: Und da sind glaube ich viele Eltern dazu verleitet einzuschreiten und so sagen jetzt hört man auf streitet nicht vertragt euch wieder.

00:15:13: aber wahrscheinlich und das wäre jetzt meine Frage ist es ja total kontraproduktiv in diesen Streit?

00:15:20: Wenn er nicht ein gewisses Maß überschreitet da einzugreifen und den Kindern das zu nehmen, dass sie es dann wirklich austragen auch?

00:15:31: Ich werde ja nicht so dogmatisch.

00:15:33: Also ich verstehe auch...ich kann mich einfach sehr gut daran erinnern.

00:15:39: Ich war immer voll berufstätig und ich war auch abends nach einer wahnsinnigen Mühde.

00:15:43: Und wenn die sich dann wie die Käste schrittlich stritten haben, ich habe zwei Jungs Älterne habe ich auch irgendwann gesagt, jetzt ist echt Schluss.

00:15:52: Ich finde wir müssen ja schon immer auf die Nerven und die Kräfte der Eltern sehen.

00:15:56: Deswegen glaube ich gibt es da kein absolutes Maß an welcher Stelle man einschreiben soll.

00:16:01: Und das ist ja auch was sie sagen ist ja richtig.

00:16:05: Man muss es ja auch lernen.

00:16:06: also ist es auch okay eine Hilfestellung zu geben.

00:16:10: Ich glaube der Jan Oberorke hat es mal gesagt Kinder brauchen Auch eine Anleitung, also sie müssen ja irgendwo auch wissen wie man jetzt zu einem Kompromiss kommt.

00:16:20: Ganz ehrlich wenn Leute in die Politik schauen haben es manche Erwachsene nicht gelernt.

00:16:23: Kompromis ist tatsächlich das schwierigste in der Politik auch.

00:16:27: Es gibt ja Menschen, da sieht man an so Wahlabenden Die denken Man wählt und es muss exakt das daraus kommen, am Ende was sie gewählt haben.

00:16:36: Also es bestätigen alles aus Kompromissen die muss man lernen.

00:16:39: deswegen finde ich eigentlich auch okay wenn Eltern irgendwann einfach nicht mehr aushalten mit der Streitigkeit und Hilfestellungen geben wobei die Forscherin die ich befragt habe die sagen noch wichtiger wäre.

00:16:52: also man darf schnell eingreifen und einen Vorschlag machen.

00:16:56: also so ein Vorschlag wie vor Gericht?

00:16:58: Kommt von, erst kriegst du ne halbe Stunde das Stilzeug und dann kriegt er das halbe Stunden oder heute bestimmst du das Fernsehprogramm mit morgen Geschwester.

00:17:10: Solche Vorschläge kann man schon machen.

00:17:12: noch wichtiger ist dass wir selber als Erwachsene eine gute Streitkultur vorleben viel, viel wichtiger.

00:17:20: Ich hab so oft gefragt bei Lesungen was kann ich tun damit meine Kinder später nicht beim Psychologen sitzen oder nicht so zerstrippen sind mit ihren Geschwistern?

00:17:28: und die Antwort ist tatsächlich was haben wir wirklich alle PsychologInnen und Forschenden gesagt?

00:17:35: entscheidend ist unser Klinik der Familie also Kinderlernheit am allermeisten über Modell- und Vorbild.

00:17:42: wenn ich mit meinem Partner permanent Desgruppiv streite, wenn ich die entständig blöde rechthaberische Botschaften an den Top-Kopf knalle.

00:17:54: Dann brauche ich auch nicht den Kindern einen Superforschlag machen für Gewaltfreie Kommunikation.

00:17:58: Das wird mich freuen?

00:18:01: Ja!

00:18:01: Ich finde es spannend.

00:18:02: Streiten kann man ja auch irgendwie lernen und sie meinten gerade auch so.

00:18:07: dieses Anleiten oder ein bisschen Begleiten im Streit ist ja, glaube ich auch so eine Art Kompromiss.

00:18:13: Also dass man sich nicht dazwischenstellt aber jetzt nicht die Kinder zu zweit in den Boxring stellt und sagt ja kämpft das mal aus und der stärkere gewinnt.

00:18:23: weil es gibt eben verschiedene Formen wie man miteinander kommuniziert und die eine ist auf einer wertschätzenden Art die trotzdem Streitkultur haben darf und die andere ist dann wo man sich gegenseitig vielleicht eben herabwürdigt oder Grenzen überschreitet.

00:18:40: Oder immer den einen in Schutz nimmt, weil es vielleicht das schwere Geschwisterkind ist.

00:18:45: Das sind glaube ich so Dinge die man schon da kommunizieren sollte auch an Eltern, die nach sowas fragen dass man da... Das passiert

00:18:51: natürlich leider, ne?

00:18:53: Da sind die Sachen.

00:18:53: wie ich jetzt im meinem Alter bei Veranstaltung und Böhre des Menschen mit der Sechzig sagen, meine Schwester war der Augenstern auf mich wurde gar nicht gehört Ich hatte gar nichts zu sagen.

00:19:05: Die waren die Schöne Die war die Kugel.

00:19:10: Das ist natürlich furchtbar, deswegen ist es schon wichtig dass wir als Eltern uns Gedanken drüber machen wie wir mit unseren Team dann umgehen und welche Sachen von uns selber wir da manchmal rein interpretieren.

00:19:25: das ist ja nur leider so, dass viele von uns und da bin ich bestimmt auch nicht frei von wünschen sich ja für Kinder bestimmte Dinge und vielleicht haben erst geboren, andere Dinge als bei zweitgeborenen.

00:19:38: Haben eine bestimmte Vorstellung wie ein Mädchen zu sein sollte wenn man selber auch vielleicht als Mädchen so nicht sein durfte.

00:19:44: Projektionen aufträge das ist natürlich da viel von uns selber.

00:19:49: Wenn aber diese Kinder die wir jetzt so erzählen wie wir halt menschlich sind und Schäler machen wenn sie dann älter sind dann sind wir Eltern vielleicht gar nicht mehr da mit denen sie das auswächten könnten, und dann kommen Sie eben oft.

00:20:03: Das habe ich die Anwälte erzählt, wie ich interviewt habe.

00:20:06: Dann ist es bei einer Testamenteröffnung so, dass eine Seventigjährige Tochter sagt, heute, ich bin nie gesehen worden!

00:20:15: Und heute kriege ich meinen Amthal.

00:20:17: Deswegen ist es schon ein total wichtiges Thema, dass wir darüber uns Gedanken machen, wie wir's machen mit unseren

00:20:22: Kindern.".

00:20:23: Es klingt ein bisschen wie so eine Beziehungslast, die man auch als Erziehen da mitgeben kann seinen Kindern oder den Geschwistern.

00:20:30: Dass man ihnen so diese Rollen vielleicht zuteilt.

00:20:35: Das Anästhäkchen der, der alles schafft, die immer sich beschwert also so Attribute verteilt oder vielleicht nicht wörtlich aber durch das Handeln was man den Kindern gegenüber bringt.

00:20:49: Den Kindern eben diese rollen zu teilt oder das vermittelt Kenne ich jetzt außer eigener Erfahrungen natürlich auch und das wissen viele.

00:20:59: Wir haben ja hier vor allem Eltern, die zuhören.

00:21:01: was kann man denn?

00:21:01: oder was sind vor allem die Dinge die man beachten soll?

00:21:04: Oder was ist ein Faltstricke, die man vermeiden sollte damit eben sowas... Nicht passiert?

00:21:08: also ich glaube so ne weiß nicht wie man das nennen soll aber so irgendwie so eine art emotionale, erzieherische Gleichberechtigung unter den Geschwistern ist ja was was.

00:21:17: Irgendwie das Hauptziel wäre dass man sagt wir wollen eigentlich alle gleich behandeln jeder soll die ähnliche gleiche Art von Unterstützung bekommen Aufmerksamkeit und auch nicht irgendwie dass man dann so

00:21:32: Ja,

00:21:32: aus Bequemlichkeit als Erwachsener sagt ja lass das mal das Geschwisterkin machen.

00:21:36: Das kann da schon.

00:21:37: und dann dieses sich immer als verantwortungstragend überfordert fühlt es andere, sich als vielleicht minderwertig führt weil sie das nicht zugetraut bekommt also diese wie kann man das vermeiden dass man in solche Schematereien rutscht mit seinen Kindern?

00:21:53: Sehr gute Frage!

00:21:54: Da stecken eigentlich zwei Fragen.

00:21:55: Die eine ist die Frage macht Gleichbehandlung.

00:21:58: Da haben wirklich alle Forscher, die ich befragt habe.

00:22:01: Ich war dann auch noch in der Uni Maastricht bei so einem Sozialpsychologen und dann eben beim Frick im Zürich.

00:22:06: Und dann hab' ich mich noch von der Leiter einer Familienberatungsstelle in Düsseldorf beraten lassen.

00:22:10: Alle drei haben... Und die Sohne, die kennen sich nicht aber ich kenne sie jetzt alle drei.

00:22:14: Die haben alle drei das Gleiche gesagt nämlich.

00:22:17: Gleichbehandlung gibt's gar nicht!

00:22:19: Es ist unmöglich.

00:22:20: Das fand ich so witzig weil ich hatte natürlich auch super viele Geschwister gefragt für meinen Buch.

00:22:27: Eigentlich die meisten normallos, so wie du und ich sagen.

00:22:32: Ich will unbedingt meine Kinder gleich behandeln.

00:22:34: das ist ganz wichtig Und die Forschung sagt es geht gar nicht wenn jedes Kind braucht was anderes.

00:22:39: Es gibt Kinder die brauchen mehr Aufmerksamkeit.

00:22:42: Es gibt auch Kinder die durch schulische Probleme in der Sackgasse geraten.

00:22:47: Die brauchen auch mehr Förderungen.

00:22:49: vielleicht brauchen sie auch an der Ausbildung dann mehr Geld.

00:22:52: Das ist tatsächlich ein Riesenthema bei vielen Familien, ich habe dem einen Kind diese teure Ausbildung bezahlt dann muss sich doch dem anderen auch und so... das stimmt nicht!

00:23:01: Jedes Kind hat andere Bedürfnisse.

00:23:03: wir sollten darauf eingehen, wir sollten aber trotzdem schauen dass es gerecht zugeht.

00:23:08: also Ich hab einem Kapitel gemacht über den Unterschied zwischen Gleichheit und Gerechtigkeit.

00:23:14: Also man kann.. Man kann nicht alle gleich behandeln, aber man kann trotzdem versuchen gerecht sein.

00:23:19: Und wenn der oder die eine mehr in der Ausbildung, oder in einer kindheitstolleren Zimmer zum Beispiel bekommen, weil wir unseren Riesenthemen wegkriegen.

00:23:27: Das große Zimmer kriegt das kleine Zimmer und so kann man ja gar nicht gleich behandeln.

00:23:32: Dann dem anderen was zum Ausgleich anzubieten, was der andere auch mehr braucht vielleicht als Platz?

00:23:38: Der eine braucht mehr Platz, die andere braucht vielleicht mehr Nannerzeit.

00:23:41: Dass aber transparent machen mit den Geschwistern besprechen damit es sich nicht ungerecht behandelt vorkommt.

00:23:47: Aber totale Gleichbehandlung ist eine

00:23:49: Illusion.".

00:23:50: Die andere Frage, die da jetzt drin gesteckt hat und das finde ich wirklich spannend, ist was mit den Zuschreibungen?

00:23:56: Also der Herr Frick sagt, das kann man gar nicht vermeiden!

00:24:00: Man hat eben viele eigene Sachen als der eigenen Kindheit... Und beim ersten Kind trug man diese ein bisschen aus.

00:24:07: Ich sagte, oh, das ist mein kleiner Professor oder so ... Ja, meine schöne Lada ist es oft auch noch ganz schön geschlechtsspezifisch.

00:24:15: La-da la-da!

00:24:16: Was hat sich gar noch nicht so lange nicht geändert?

00:24:19: Und da jedes Kind ja seinen Platz und seine Nische braucht, passiert es oft dass das nächste Kind dann die komplementäre Rolle einlädt.

00:24:27: Also in ganz vielen Familien gibt's eine lustige, einen ernsten.

00:24:31: Eine brave Einflächelung.

00:24:34: Einen fleißigen Einfauern.

00:24:36: Das ist ein Stück weit normal Weil der eine Platz auf der Bühne ist schon besetzt und dann sucht sich das nächste Kind in einem anderen Platz.

00:24:43: Aber ganz wichtig, finde ich und habe es auch immer versucht bei meinen Kindern irgendwie klarzumachen, du kannst auch echt noch mehr anders werden.

00:24:51: Also muss jetzt nicht ein Leben lang den Clown machen?

00:24:54: Ich nicht!

00:24:54: Gerade der Clown ist ja als kleines Kind voll lustig, ne?

00:24:58: Es finden alle super so.

00:25:01: bei Geburtstagern sind die... Das sind übrigens oft die Nesthäkchen da gibt's ja auch Kühlforschung zu dem Rängen.

00:25:07: also bis vor ein paar Jahren dachte man diese Geschwisterrang.

00:25:11: Seit das Wichtigste, dann hat man immer gesagt die Jüngsten sind die Clowns und die Enterteriener und die Oper also auch die Revolutionäre, die größeren sind die Angepassten, die dann auch so Firmenlenker werden.

00:25:23: und so ganz wichtig ist empfinde ich in jedem Alter den Pin zu sagen, achja es war jetzt echt lustig mit dem Clown aber du musst nicht in Leben lang machen.

00:25:31: Also du kannst jetzt auch mal erst sein morgen Abend kann auch mal einen anderen lustiges Gedicht aufsagen Also, dass man die da nicht so einbetoniert in dieser Rolle.

00:25:40: Klar ist ja auch das mit diesem typischen Nesttäkchen-Rolle total lustig sein.

00:25:45: Ich meine bei HP Kerkeling und so, na?

00:25:46: Da hat das Ding waren, es sind dann Leben lang so lustig geblieben!

00:25:49: Aber nicht jeder Klauen wird in die Fernsehstar und wenn du später dich in eine... ...in eine Kollegenschaft eingliedern musst, dann ist er gar nicht so praktisch mit dieser klauen und diesen Nesttägchenrolle.

00:26:02: Und da ist mich auch gar nichts so praktischer als kein Zucker war dass man als Nest-Tekin einfach immer mit großen Augen da saß und so süß aussah.

00:26:09: Und dann haben alle gesagt, komm ich mach für dich die Hausaufgaben und komm ich putz für dich, mach für Dich den Spüldienst!

00:26:15: Wenn Du städtert, dreißig bisschen in der Firma arbeitest, dann kannst du nicht mal den Kopierer hinsetzen und sagen, oh, der Kopier ist kaputt, kann er anerkommen?

00:26:23: Mir den Reparieren... Ist ja blöd!

00:26:26: Deswegen finde ich voll wichtig, dass man sich immer ändert.

00:26:31: Man kann zwar in jedem Alter.

00:26:32: übrigens, man kann sich in jedem Altern mal ändern gibt es auch wirklich Psychologen, die sagen das ganz zum Schluss.

00:26:38: Also ein bisschen hohe Alter kann man noch raus aus der Neue.

00:26:43: Ich würde jetzt gerne nochmal auf die Gleichberechtigung zurückkommen.

00:26:46: kurz weil ähnlich wie mit den Konflikten wo man als Eltern so ein bisschen zerrissen ist gehe ich dazwischen oder lasse sich die streiten.

00:26:53: Ist es ja für mich zumindest als Papa auch mit der Gleichberechigung?

00:26:56: Es gibt Punkte da will man unbedingt alle gleich behandeln dass jetzt wenn Ich auf Dienstreise bin, dann will ich natürlich... Und ich bringe was mit von unterwegs.

00:27:08: Dann will ich allen etwas mitbringen und im besten Fall kriegen alle das Gleiche.

00:27:13: uns sind glücklich damit weil sonst gehen schon wieder die Sätze los.

00:27:18: Das ist aber unfair!

00:27:19: Weil der hat das bekommen und ich habe das bekommen.

00:27:21: Auf der anderen Seite gibt es ja auch Aspekte wo ganz klar keine Gleichberechtigung vorhanden ist und das bringt meiner Meinung nach immer der Altersunterschied mit.

00:27:31: Das habe ich jetzt gerade mit meinem Jüngsten, der ist sechs und er regt sich immer furchtbar auf wenn der vierzehnjährige vom Computer sitzen darf und eher aber nicht screen time bekommt wo ich zu ihm sage pass auf das ist halt das Alter dein Bruder ist vierzehnt du bist sechs ihr könnt nicht gleich lang vor dem Bildschirm sitzen.

00:27:52: das versuche ich ihn dann zu erklären.

00:27:57: da können die gar nicht gleichberechtigt werden.

00:27:59: Und wie gesagt, vieles hängt da am Alter.

00:28:03: Jetzt würde ich denken je näher die Geschwister beisammen sind altersmäßig, desto eher sollten die gleichbehandelt oder können sie gleich behandelt werden.

00:28:13: Je größer der Unterschied ist desto weniger ist das möglich.

00:28:17: Gibt so irgendwie ein Idealabstand zwischen Geschwisters wo man sagt ah wenn die so und so viele Jahre auseinander sind dann ist es in alle Richtungen Fast perfekt oder ist es eigentlich unerheblich?

00:28:32: Es ist nicht, aber der Abstand hat schon einen riesigen Impact insgesamt.

00:28:37: Aber es gibt nicht den idealen Abstand.

00:28:40: Es gibt Vor- und Nachteile bei allem... Also ich fange an, am schwierigsten ist tatsächlich ein ganz großer Altersabstand.

00:28:47: Das gibt's ja immer noch relativ häufig für zehn Jahre zum Beispiel auch durch die vielen Edgework-Familien ist nicht unbedingt ein Nachteil, aber die Forschung sagt, wenn Kinder zehn Jahre oder auch schon acht Jahre auseinanders sind, dann werden sie eigentlich eine ganz andere Familie reingeboren.

00:29:02: Überhaupt ist das ein wichtiger Aspekt, dass jedes Kind in eine andere Familie rein geboren wird.

00:29:07: Ich finde es mit dem Screentime super beheisslöser für ... ich habe bei meinen Kindern festgestellt, dass sich diese Toleranz gegenüber Screentarne und Social Media in diesen drei Jahren, die die auseinander sind, der Gesellschaft schon so verändert hatte.

00:29:22: Das ist eben gar nicht so wahr, dass der dann... Also ich konnte gar nicht Oscar sagen in drei Jahren darfst du aufs Verstehen gucken.

00:29:29: Schon ein Jahr später durfte er auch gucken weil alle anderen in der Schule das auch.

00:29:33: Und das macht ja was mit der Familie.

00:29:35: also Der Frick zitiert immer diesen griechischen Philosophen.

00:29:40: Man steigt niemals in den selben Fluss, also kein Kind wird in dieselbe Familie geboren.

00:29:45: und die jüngeren Kinder, die jetzt geboren werden lernen eine Gesellschaft in eine Familie reingeboren wo das ist der ganze Handygedöns ja schon so viel weiteres als bei den älteren geschützt waren.

00:29:55: Das sind wir nebenbei.

00:29:56: Also der Abstand zehn Jahre sagen wie es mit ganz anderen Familien ein Jahr oder zwei Jahre hat vor Nachteile das ist er relativ häufig.

00:30:05: Also der Vorteil ist tatsächlich, dass man sie relativ gleich erziehen kann.

00:30:09: Die können ja auch bis die gleichen Schöne gucken und Das Jüngere lernt meistens unheimlich viel von einem einen Jahre älteren, übernimmt auch ganz schnell sprachliche Werklichkeiten und so.

00:30:23: Aber das ist natürlich auch sehr viel Konkurrenz.

00:30:25: Es ist ja fast lieber Zwillinge.

00:30:27: Also man konkurriert quasi um dieselben Ressourcen der Eltern.

00:30:31: deswegen Vor- und Nachteil.

00:30:34: Und wenn die Abstand zu kurz ist also ein Jahr oder zwei Jahre führt es manchmal dazu dass das ältere Geschwister die Entwicklungsaufgaben jetzt dran wären gar nicht so richtig machen können, weil es gleichhaft alles mit dem Kleinen zusammenmachen soll.

00:30:48: Also das spricht schon relativ viel für diese drei Jahre, die auch viele Eltern.

00:30:54: der klassische Abstand ... Bei drei Jahren hast du ... hat das ältere Geschwister eben erst mal drei Jahre Vorsprung, weil sie Kinder, die Eltern für sich alleine hatte und deswegen ist es oft dann einfacher, auf den Ton geschubst zu werden, wenn man hatte ja schonmal eine So eine autonomische Situation mit den Eltern.

00:31:14: Und bei drei Jahren profitieren auch die Kinder relativ viel von der Mentorenschaft des älteren.

00:31:21: Aber es gibt in diesem Standardwerk über Geschwisterforschung so ne Tabelle, und da ist ein Jahr, drei Jahre, fünf Jahre, zehn Jahre ... Es gibt immer Vorteile und Nachteile.

00:31:31: Ich will sagen, das ist wichtig.

00:31:33: Also klar!

00:31:34: Geschwisters, die zwei Jahre auseinander sind, agieren vollkommen anders als welche, die sechs Jahre aueinander sind spielt dann auch das Geschlecht eine große Rolle.

00:31:42: Ältere Schwestern übernehmen sehr viel öfter die ... diese ... Butterrolle, dieses.

00:31:49: Kinder und kleine Geschwister rumschieben im Kinderwagen und so.

00:31:52: Aber es gibt kein Alter, was keinen Abstand absolut blöd wäre.

00:31:56: Es gibt bei jedem Abstand Vor- und Nachfalle.

00:32:00: Was mich noch interessieren würde, wäre so das Thema Verantwortung übernehmen gegenüber den jüngeren Geschwistern.

00:32:08: Das ist ja häufig so, ich komme jetzt aus einer Situation das älteste Geschwesterkind zu sein und bei uns war es schon so, dass dann sehr viel Verantwortung auch übertragen wurde auf das älterste Geschwsterkind.

00:32:22: Und ich glaube so Entwicklungsbiologisch ist es ja auch total sinnvoll weil dann früh Aufgaben verteilt werden und dann mitgeholfen werden kann Auch weil es vielleicht viele kleine Kinder dann auch gab im Familienverbund und das dann auch geholfen hat, wenn Ältere die Rolle übernommen haben.

00:32:41: Jetzt ist es vielleicht heutzutage nicht mehr ganz so.

00:32:45: Und ich frage mich immer, ist das eigentlich gut und gesund da Verantwortung zu übertragen, das beizubringen?

00:32:54: Es wurde eben gesagt, älter Geschwister sind oft die Ernsterinnen, die vielleicht was leiten ... später mal beruflich.

00:33:01: Vielleicht auch ein bisschen aus dieser Rolle, dass die Frühe dann auch Verantwortung lernen.

00:33:07: oder ist das auch und vielleicht eben auch erst ab einem gewissen Punkt über Forderungen, die diese kindliche Unbeschwertheit vielleicht auch beeinträchtigen kann, dass man früh in der Verantwortung mit drin hängt und gar nicht ab einem Gewissenalter gar nicht mehr Kind sein darf und viel zu viel schon aufgebürdet bekommt?

00:33:28: Also ich glaube, dass es einen zu viel gibt an Verantwortung für kleinere Geschwister.

00:33:34: Ich hatte das immer wieder bei den Interviews von meinem Bruch.

00:33:37: Ich habe eine Hebamme-Interview die zusammen eine superinteressante Lebensgeschichte hatte und die hat was jüngste Geschwisters sollte sie immer treuen, weil der Mutter einen ganzen Tag in ihrem Friseursalon stand.

00:33:50: Und diese gestandene Heber mit dem ihr zwei Stunden ihr Leben erzählt hatte ziehen im Interview bitterig einzuweigen weil sie eine Situation wieder erinnert hat, wie sie das kleine Geschwister mit einem Puppenwagen in Freibad gefahren hat und dann selber sich versucht hat im Freibadschwinden beizubringen.

00:34:10: Da fiel ihr jetzt in dem Interview ein, dass das kleine geschwistern des Baby hätte ins Wasser fallen können, es hätte sterben können.

00:34:19: Und da hab ich gelehrtes Wort!

00:34:21: Das war der völlige Wahnsinn, dass diese großstädtige Mutter wie irgendwie eine imposante Friseurmaßlerin war.

00:34:26: Aber die hat einfach den ganzen Tag dieses neu geborene, diesem ältesten, dieser älteste Tochter anvertraut und die hatte bis heute absolutes Problem mit.

00:34:35: Es war eine Überforderung also ich glaube ja überfordern.

00:34:39: Ich hatte noch eine lustige Situation.

00:34:41: Ich war neulich bei einer Lesung von älterer Schelster.

00:34:44: Die hat gesagt, was sie bis heute von ihrer jüngsten Schwesterin Formuk hört Und das war echt eine ältere Dame, dass sie immer aufpassen sollte.

00:34:53: Dass die kleine Schwester nicht Schlange wert.

00:34:56: Wir reden jetzt von Verklämpften in den Sechzig- oder Siebzigerjahren.

00:34:59: Die älteste Tochter sollte immer da rein platzen, wenn die Jüngste die offenbar eine lustige Person mit vielen wechselnden Freunden war und die Männerbesuch hatte.

00:35:10: Diese jüngste Tochter werft ja das bis heute vor.

00:35:13: Das sind halt so Fälle... Die Eltern sind längst tot, das war ja eigentlich überhaupt gar nicht die Schuld von dieser armen ältesten Tochter.

00:35:21: Das wurde der von den wirklich verklemmten Eltern quasi auch gebrummt.

00:35:25: Hast du mal auf, dass da nichts passiert bei der Kleinen?

00:35:28: Aber das waren eindeutige Überförderungen von diesen Mädchen und die hat er ... Also die haben heute fast Kontaktabbruch wegen dieses Fehnen.

00:35:38: also Ja weil offenbar diese beiden Schwestern nicht für den Punkt kommen zu sagen Das war richtig scheiße, das hätte die nicht machen sollen.

00:35:47: Weil das war die Verantwortung der Eltern und das war das Thema der Eltern.

00:35:51: Und deswegen haben wir als Eltern echt schon eine ganz schöne Verantwortung, dass wir da mit den Geschwistern aufdomen und was wir nicht aufkommen.

00:35:59: Lange Anfang doch ne kurze Frage.

00:36:01: ja ich finde man kann die Ältesten echt überfordern.

00:36:05: Also diese Verantwortungsüberschragung zu Untergeschwisternen von den Eltern aus kann auch die Beziehungen unter den Geschwestern dann beeinträchtigen?

00:36:14: Es

00:36:14: war ein Leben lang, wie man es jeden Tag spielt.

00:36:16: Das finde ich sehr spannend gerade wenn man Kinder hat selbst und dann vielleicht irgendwann in dieses Muster rutscht.

00:36:23: Gerade glaube ich, weil man gleich mehr als zwei hat dass man den ältesten schon sehr hoch verantwortungsvolle Aufgaben gegenüber den Jüngsten überträgt das das ab einem gewissen Maße einfach zu viel ist.

00:36:38: Und das ältere Kinder natürlich auch da so'n bisschen dazu neigen zu sagen, ja ich mach das.

00:36:44: Ich schaff das weil sie da auch so ein bisschen das schön finden erwachsen zu sein aber selber gar nicht einschätzen können was das vielleicht mit ihnen macht oder unter den Geschwistern dann macht wenn sie die

00:36:55: wünschenswert wäre dass wir eine familienatmosphäre haben wo die das dann sagen weil es ihnen zu viel wird.

00:37:01: also kann mich erinnern ich habe meinen ältesten sohn schon auch viel so hört doch aus ein bisschen als buddy Benutzt als der Jüngste, ich hab zwei Söhne.

00:37:11: Als der jüngere so Drogenprobleme hatte und so ... Und er hat dann irgendwann gesagt oder das macht er selber?

00:37:20: Also, der hab Gott sei Dank irgendwann gesagt, ich will.

00:37:23: Der hat glaub ich schon viel da alles fühlen, was ich plötzlich gar nicht weiß.

00:37:27: Er hat ja schon viel auch interminiert und so.

00:37:29: aber dem würde es irgendwann zuviel, dass ich den halt quasi als ... Vertrauten.

00:37:33: Ich wusste nicht, wie ich reden soll und das war ja blöd von mir.

00:37:36: Das passiert aber gerade wenn man betrennt ist und alles durcheinander geht und so da habe ich den glaube ich doch öfter in die Rolle ins Vertrauen gezogen hat kann sie auf dem Schulhof auch mal die Wand derselben Schule kannst mal gucken wo der abhängt und so.

00:37:49: Und ich glaub es war richtig blöd und Gott sei Dank hat der das aber irgendwann gesagt dass ihnen das zu viel wird.

00:37:55: Kann man hoffen dass sich weh an dagegen?

00:37:59: Ja, ich glaube das passiert öfter als man glaubt dass Kinder so in den Partnerersatz reingehen.

00:38:08: Vielleicht auch nur stellenweise oder situationsabhängig aber dass für manche Mütter oder Väter dann das überhaupt wenn es eine Trennung gab beispielsweise oder Eltern Streitigkeiten dass dann das Kind als Ersatzpartner oder Partnerersatz herangezogen wird, was ja vollkommen unangebracht ist.

00:38:33: Aber in der Situation durch die Dynamik, die vielleicht so eine Familie herrscht, dann seinen Ursprung hat – ich will das jetzt gar nicht verteufeln!

00:38:42: Das ist nicht die richtige Konstellation, es liegt ja auf der Hand aber trotzdem gibt's Beweggründe warum das sich entwickelt oder heranwächst.

00:38:55: Das ist wahrscheinlich dann auch einer der Punkte und da komme ich jetzt nochmal auf die vorhergehende Frage zurück, wo die Kinder oder eben auch die Geschwister vielleicht ein Leben lang austragen an Konflikten,

00:39:11: an

00:39:12: Zwistigkeiten, die aber durch die Eltern verursacht sind so wie diese wie diese Verantwortungsüberforderung über die ihr beide gerade gesprochen habt.

00:39:26: Das hat ja mit den Geschwistern untereinander, miteinander ganz wenig zu tun außer dass sie es ausgelebt haben.

00:39:32: aber die Ursache oder die Verantwortung liegt ja bei den Eltern und die ziehen sich dann entweder den Schuh nicht an oder Sie sind nicht mehr am Leben.

00:39:42: dann zu dem Zeitpunkt wo die Geschwisters dann das mal klar auf den Tisch bringen wollen Du warst immer der und ich war immer der.

00:39:52: Und diejenigen, die das ins Leben gerufen haben oder verursacht haben, die beziehen gar keine Stellung mehr oder verleugnen es oder was auch immer... Also schon verblüffend wie viel Konflikt zwei Menschen da austragen können, der vielleicht gar nicht exklusiv diese zwei Personen betrifft?

00:40:16: Das

00:40:16: muss man ja erst mal verstehen.

00:40:17: Ja,

00:40:18: genau.

00:40:19: Ich versuchte meinen Buch herauszuarbeiten.

00:40:21: Ich hätte so ein Fazit gemacht von sechs Sachen, die ich verstanden habe nach der Recherche und eins davon heißt erklären mich Entschuldigen.

00:40:30: also es gibt ganz viele Konflikte unter Geschwistern Die tatsächlich an denen die Eltern schütt sind.

00:40:36: wir haben ja gerade schon zwei Beispiele.

00:40:38: ich hab eine Freundin die bis heute kotzen könnte, dass der Bruder nie in das Trägeheim der alten Mutter fährt und die Wäsche abholt.

00:40:46: Weil er schon als Kind, als Sohn, nie im Haushalt helfen musste.

00:40:51: Die muss irgendwann verstehen, dass das die Schuld der Eltern war, dass sie diesen Sohn so verheiratsschuld waren.

00:40:57: Die haben den nie wäschenmachen lassen!

00:40:59: Und dann kann man versuchen es zu erklären weil die Eltern sind längst verstorben.

00:41:04: Man kann sagen, das waren diese Glöden.

00:41:08: Da gab es diese Bevorzugung der Jungs und das kann man erklären.

00:41:13: Und man muss sich entschuldigen!

00:41:14: Und man kann heute, im Jahr zu dem Typen, sagen du pass auf, dass haben unsere Eltern nicht so doll gemacht aber ... Hallo?

00:41:23: Jetzt ist es im Jahr zum Jahr.

00:41:27: Du fährst ja jetzt die jeweils zweite Woche in den Himmel, weil ich habe auch einen Job.

00:41:30: Also dies auseinanderzusortieren, dass es eigentlich gar kein Geschwisterpraktik ist.

00:41:35: Das hilft dann schon und das wäre auch schön, wenn das helfen würde, weil wie das Beispiel zeigt gibt es in dieser Lebensphase so viel zu machen!

00:41:46: Und wenn man die Zeit damit verdattelt sich an den Geschwisters abzuarbeiten – und das sind schon viele.

00:41:53: So ein Viertel der Geschwiste ist zerstritten und viele streiten sich mit Anwälten und mediativen Sohn und Psychotherapien, da kann man schon viel Energie verlieren.

00:42:04: Und eigentlich braucht ein Mensch in meines Alters ihre Energie echt für andere Dinge.

00:42:08: also wir werden selber Eltern, wir haben wie so alten Eltern.

00:42:12: der Beruf ist anstrengend.

00:42:14: es ist total ärgerlich wirklich wenn man sich so dermaßen mit seinen Geschwistern verstreitet wegen Dingen die eben wie ihr beide jetzt schon gesagt habt eigentlich Verantwortung der Eltern waren.

00:42:24: das andere zu erkennen kann unheimlich helfen wieder auf die Geschwisters dazu zu gehen.

00:42:29: Jetzt noch mal auf die Kinder schauen.

00:42:31: gibt es vielleicht Dinge, Wahnsignale.

00:42:35: Die Eltern von außen betrachtet auch so eine Geschwisterbeziehung vielleicht feststellen können wo man sagen kann ja wenn man sowas bemerkt unter den Geschwisters dann stimmt vielleicht doch irgendwas nicht wo man sich Gedanken machen muss, ob man das mal nicht mal irgendwie aufarbeitet.

00:42:54: Damit langfristig die Beziehung dann doch gut funktioniert?

00:42:57: Also gibt es vielleicht eben Früherkennungsmerkmale dass vielleicht so eine Geschwisterbeziehung im Erwachsenenalter nicht gut verlaufen wird oder ist es so voneinander getrennt, dass man das nicht so beantworten kann?

00:43:10: Also es gibt mit diesen körperlichen Streitigkeiten sicher eine Grenze, wo man aber das wüsste als Ärzte besser also ich als Schreiberin.

00:43:18: Wo man sagen muss jetzt ist es zu viel mit gesunden Tränen für die Demokratie und es gibt glaube ich so ne... Ich würde hellhörig werden wenn ein Kind sich total in diese Nische zurückzieht, in die wir es irgendwie geschubst haben.

00:43:39: Das ist eine Nische besetzt, das ist okay aber wenn ich das Gefühl hätte, bleibt jetzt immer... Also das ist nicht etwa der eine ist justisch und der andere ist ernst sondern es hat so ne Wertigkeit.

00:43:51: also der eine is immer das Sonnenkind und der Andere ist immer das Schachenkind sozusagen.

00:43:58: Das hat man übrigens öfter, damit habt ihr wahrscheinlich öfter zu tun.

00:44:01: Dann hat öfters verschabten Kinder die wahnsinnig vernünftig sind weil das Geschwisterkind erkrankt ist, chronisch erkranktes zum Beispiel oder eine Behinderung hat.

00:44:09: und dann hat man ja oft – und das is wirklich ein Warnsignal – man hat hier öfter das Phänomenen dass die Geschwisters von diesen schwerbrannten Kindern ganz lange unheimlich gut funktionieren und dann aber plötzlich ganz auffällig werden, weil sie eben zu wenig Aufmerksamkeit kriegen Und dann entweder auch eine Krankheit entwickeln oder so ein aggressives Verhalten entwickeln.

00:44:29: Also ich glaube, Warnsignale sind immer wenn ein Kind plötzlich sein Verhalten dolle ändert und zum Beispiel sehr, sehr aggressiv wird, da muss man schon gucken ob es doch zu kurz kommt in der Verteilung der Liebe und der Zuwendung die man so zu vergeben hat.

00:44:48: Eine Konsequenz irgendwie?

00:44:49: Wenn man das zu Ende denkt diese... Niemals hat jetzt gerade schon gesagt.

00:44:54: Wahnsignale, dann erkennt man die Wahnsigane vielleicht?

00:44:57: Dann will man da was ändern oder was tun und irgendwie wird es nichts.

00:45:03: Wahrscheinlich und das ist irgendwie ein Gedanke den ich bis jetzt noch nie so gehört habe.

00:45:09: Aber wahrscheinlich ist es auch gerechtfertigt eine Art Familientherapie zu machen.

00:45:14: Oder wenn die Geschwister in einem adäquaten Alter Jetzt nicht bei Kindergarten Kindern aber wenn ich jugendliche Kinder zu Hause habe, Geschwister zuhause hab und das eskaliert vollkommen.

00:45:29: Dass man vielleicht auf die Familienkonstellation, auf die Beziehung der Geschwisters guckt im Rahmen einer Familientherapie und dass nicht so bis zum erwachsenen Alter, bis beide ausgezogen sind oder zumindest eine ausgezogen ist, vor sich hinköcheln lasse alles unwiederbringlich den Bach runter geht, sondern das einfach professionell auch anzugehen oder?

00:45:57: Ja auf jeden Fall muss ja nicht gleich eine Therapie mit sechzig Stunden sein.

00:46:02: Oft hilft ja schon zur Familienberatungsstelle zu gehen.

00:46:05: also ich mache da echt ganz schön oft während meiner Erziehungszeit und dann trafente sich ein oder zweimal mit den Kindern und das hilft ja manchmal schon und es kann ich nur unterstützen.

00:46:17: also natürlich ist es Total gut, wenn man im Kindesalter psychologische Hilfenanspruch nimmt.

00:46:24: Weil da noch so viel reparierbar ist sozusagen.

00:46:27: Also diese Fälle die ich jetzt interviewt habe, die haben sich zum Teil wegen einem solchen Scheiß aus der Kindheit zerstrippen.

00:46:33: Da gab es die Geschwister, die immer nach Feierabend hat, der Vater in einer Handscherkerfirma Snickers verteilt und die Brüder haben Snickers gekriegt und die trockten nicht aus unverstellbaren Gründen.

00:46:45: Ich stell dir vor, du schreibst uns für fünfzig Jahre mit hiermit.

00:46:48: Es ist doch total gut!

00:46:50: Ich will das nur unterstützen.

00:46:53: wenn so irgendwas aufbricht sich rechtzeitig Hilfe zu holen und das ist ja eine gute Nachricht.

00:47:00: in meiner Kindheit wäre das total stigmatisiert gewesen.

00:47:04: da ist man nicht zum Kinderpsychologen gegangen.

00:47:06: also Psychologe war kurz vor Psychiatrie und Psychiatri war weisender.

00:47:10: Und das war im Psychiatrisches Landesdrankenhaus, und so.

00:47:13: Also Psychotherapie hat ja total ihr Stignal verloren.

00:47:18: Ich würde sehr dazu raten, wenn man sich nicht sicher ist, ob das alles gut läuft mit den Kindern zur Familienberatungsstelle zu gehen.

00:47:27: Ich hatte mehrere Familienberater getroffen für das Buch.

00:47:30: Einer hat mir eine lustige Geschichte erzählt.

00:47:32: In Mainz leitet er die Familienberatungsstelle der Stadt und er hat gesagt, er bietet immer wieder Abente an.

00:47:38: Also wo es um Geschwister geht und dann kommen Eltern und dann erzählen wir über den ganzen Abend von ihren Händen ihrer Herkunftsfamilie.

00:47:45: Und er will aber eigentlich die Geschichten von den Kindern hören.

00:47:49: also bestätigt unsere Tiefel.

00:47:50: ganz viele von uns machen sich zwar Sorgen um wir, um unsere Kinder Aber da ist ganz schön viel unaufgeräumt mit unserer eigenen Geschwistergeschichte.

00:48:01: Dann hab ich den auch gefragt, was machen Sie denn dann?

00:48:03: Weil sie wollten doch mit denen über Kindererziehung reden und das sagt ja, man hat alles mit allem zu tun!

00:48:08: Und dann lässt er die erzählen... ...und dann kommt eben oft heraus dass bestimmte Dinge, die sind nicht aufgearbeitet haben in ihren alten Geschwestern... ...sie jetzt nie derart gehören bei ihren eigenen Kindern.

00:48:18: Also ein großes Plädoyer für Familien der Ratutstelle solche Info-Abente Und vielleicht auch, wenn es zahlen soll dann eine Therapie.

00:48:28: Vor allem ein großes Plädoye sich einfach mit diesem Thema mehr auseinanderzusetzen weil das wird mir jetzt in unserem Gespräch klar davon ausgeht dass bei vielen auch Nachholbedarf besteht weil da irgendwelche Sachen vielleicht schon verkrustet vor sich hin Ähm, vegetieren aus eigener Kindheit und man dann aber selber die Rolle kommt Kinder zu haben.

00:48:52: Und ja auch vielleicht Dinge anders machen möchte als man es selber erlebt hat allein schon weil man eine andere Generation ist Aber auch wenn man aus Fehlern vielleicht lernen möchte.

00:49:02: Und vielleicht dann auch zum Abschluss der Folge, also ich glaube mein Rad ist jetzt für alle ihr Buch zu lesen.

00:49:08: Das würden wir ja auch nochmal hier in den Schornots verlinken, dass man da auch noch mal reinschaut weil ich glaube ob es jetzt um Jung oder Alt geht.

00:49:16: Ich glaube da gibt's so viele Parallelen und so viele Verknüpfungen.

00:49:19: das ist wahrscheinlich in allen Lebenslagen rund um das Thema Geschwister eben auch für die zuhörenden Eltern Sinn macht sich damit zu beschäftigen.

00:49:27: aber haben sie jetzt noch vielleicht Einen, ich weiß am Ende ist immer doof.

00:49:30: Aber das ist ja so traditionell bei Podcast eine Sache die Sie jetzt noch mit auf den Weg geben wollen wo sie sagen Wenn ich jetzt Eltern eine Botschaft noch mitgeben kann dann wäre es diese hier zum Thema Geschwister.

00:49:44: Ich habe es in der Mitte schon mal gesagt aber dass ist wirklich das wichtigste.

00:49:48: Versucht in eurer Familie beim Abendessen im Auto ganz wichtig und auto gehen auch auf die Nerven durch versucht man kann echt Kann sich arbeiten.

00:49:58: Versucht mit euren Partnern, eurem Liebsten und euren eigenen Eltern, euren Freundinnen und Freunden.

00:50:03: Versuch freundlich wertschätzend konstruktiv liebevoll umzugeben.

00:50:08: Das ist das was euren Kindern am meisten zeigen wird wie man mit anderen umgeht und eben auch mit Geschwistern umgeht.

00:50:15: Das ist den größten Gefallen den ihr denn tun könnt.

00:50:18: Das is das aller wichtigste.

00:50:19: Und ich will noch mal sagen dass Geschwisters ja jetzt viel über Konflikte geredet aber Geschwester sind ein riesen Geschenk.

00:50:25: in den meisten Familien läuft es ja gut.

00:50:27: Und sie sind einfach ... Sie leben lang an uns vor Seite, haben dieselben Firmen gesehen als Kinder und Bücher gelesen.

00:50:35: Sie haben dieselbe Klamotten angehabt wie wir.

00:50:37: Niemand versteht uns so gut wie die!

00:50:39: Es ist voll super wenn man sich gut versteht mit seinen Kindern, mit seinen Geschwistern und Geschwistersinn für alle.

00:50:45: Man kann uns einen Riesenschatz bis ans Ende unseres Lebens.

00:50:49: Sehr schön.

00:50:49: Das finde ich ist doch ein sehr, sehr schöner Abschlusssatz zu dieser sehr schönen Episode wie ich finde.

00:50:55: Mir hat das Gespräch sehr gut gefallen und ich habe sehr viel daraus mitgenommen und bin sicher dass haben auch die Hörerinnen und Hörern.

00:51:01: also Frau Ott vielen Dank für ihre Zeit!

00:51:04: Vielen

00:51:05: Dank mehr als auch großen Spaß gemacht.

00:51:08: Schön

00:51:08: alles

00:51:09: klar.

00:51:09: Darf ich fragen wann es kommt?

00:51:12: Kein Problem.

00:51:13: Also, das wird auf jeden Fall die nächsten Wochen erscheinen und wir werden das natürlich überall kundtun und wir würden uns auch freuen wenn die jetzt hier die Folge gehört haben und es schön und wertvoll fanden dass auch kund tun also zum Beispiel diese Episode weiterleiten zb an die eigenen Geschwister dass sie auch hier noch mal reinhören aber auch andere Eltern die vielleicht mehrere Kinder haben und zu dem Thema sich Gedanken machen.

00:51:39: da würde ich mich sehr freuen wenn der Folge verbreitet wird.

00:51:42: Und ja, wir würden uns auch freuen, wenn auch mal in die anderen Episoden von Handfußmund reingehört wird.

00:51:48: Da geht's dann vielleicht wieder um klassischere Kinderkrankheiten und Themen rund um die Kindergesundheit.

00:51:54: So verbleiben wir aber jetzt erst mal, dass wir allen eine gute Zeit wünschen, eine gesunde Zeit.

00:51:58: Wir hören uns bei der nächsten Episode.

00:52:00: bis dahin

00:52:01: tschüss!

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